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Zu Bundesnetzagentur: Regel-Eckpunkte für VoIP vom 09.September 2005
"sipgate sieht in den von der Bundesnetzagentur vorgelegten Regel-Eckpunkten einen Schritt
in die richtige Richtung, weist jedoch auf klare Missstände hin, die eine dynamische Entwicklung von VoIP in
Deutschland noch stärker als bisher bremsen könnten.
Mit der Anerkennung von VoIP-Diensten als Telekommunikationsdienst im Sinne des §3 Nr. 24 TKG unter der Voraussetzung
des Zugangs ins PSTN (Eckpunkt 2), vertritt die Bundesnetzagentur nun öffentlich den Standpunkt, dass VoIP eine alltagstaugliche
Alternative zur herkömmlichen Festnetz-Telefonie ist. Dennoch sieht die Bundesnetzagentur eine Entkopplung des Internetzugangs
vom Telefonanschluss derzeit als nicht notwendig an und bleibt im wichtigsten Eckpunkt unkonkret (Eckpunkt 3). Damit fehlen
der zentrale regulatorische Impuls und Wille zur Förderung von VoIP, obwohl die Bundesnetzagentur die Entkopplung als
wesentlichen Erfolgsgaranten für VoIP und als vom Endkunden gewollt in ihrem Regelwerk identifiziert.
Unklar ist ebenso die Vorgehensweise der Bundesnetzagentur bei der einberufenen Projektgruppe zum Thema 'Rahmenbedingungen
der Zusammenschaltung IP-basierter Netze' (Eckpunkt 7). Die Marktentwicklung von VoIP belegt eindeutig und nachhaltig,
dass Zwangsbindungen zwischen Netz- und Diensteanbietern nicht bestehen. Internettelefonie kann vom Kunden völlig unabhängig
vom Internetzugangsanbieter genutzt werden. Die Bundesnetzagentur ignoriert mit der Projektausrichtung damit weiterhin vehement
diese grundsätzliche Trennung. Diese Denkhaltung findet sich ebenfalls in der Zusammensetzung des Expertengremiums wieder. Laut
Auskunft der Bundesnetzagentur sind ausschließlich Vertreter der Netzbetreiber in das Gremium berufen worden. Die Interessen
netzunabhängiger Anbieter wie sipgate werden damit nicht vertreten. Die Objektivität der zu erarbeitenden Konzepte durch das
Expertengremium ist somit zu bezweifeln.
In den genannten Punkten besteht nach Meinung von sipgate eindeutiger Nachbesserungsbedarf, um allen Marktteilnehmer gleiche
Marktchancen zu eröffnen. In den Regel-Eckpunkten der Bundesnetzagentur ist zudem die Behandlung von Anbietern mit
internationalen Standorten wie beispielsweise Skype und Google - auch in der Frage der Notrufbereitstellung und Überwachungsregeln
- nicht definiert. Gemachte Erfahrungen in anderen Märkten wie dem amerikanischen werden damit grundlegend ignoriert. Deutschland
vergibt so nicht nur die Chance Herausforderungen offensiv anzugehen, sondern ebenfalls den VoIP-Markt vom Start weg transparent,
nachvollziehbar und attraktiv für den Kunden zu gestalten."
Thilo Salmon, Geschäftsführung sipgate GmbH
Pressekontakt
sipgate GmbH
Pressestelle
Gladbacher Str. 74
D-40219 Düsseldorf
Presseanfragen bitte an:
Sigurd Jaiser
Telefon: 0211-63555635
Fax: 0211-63555522
E-Mail: presse@sipgate.de
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