86 Prozent der Deutschen wissen nicht, was eSIM ist

Die eSIM-Studie zeigt, wie es um die Bekanntheit der eSIM in Deutschland steht

Kaum einer weiß, was sich hinter dem Begriff der „embedded SIM“ verbirgt. Obwohl mittlerweile rund 7 Millionen eSIM-fähige Smartphones in Deutschland im Einsatz sind und viele die so möglichen Funktionen schätzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage.

Eigentlich seltsam: Seit 2015 gibt es die eSIM-Technologie bereits für Mobiltelefone. Doch so richtig angekommen ist sie in der Bevölkerung noch nicht. Die deutliche Mehrheit der Deutschen weiß nicht, was sich hinter dem Begriff der so genannten „embedded SIM“ verbirgt. Obwohl sie die Features, die eSIM ihnen bringt, durchaus als hilfreich ansehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage, an der 2041 Personen zwischen dem 31. Januar und dem 3. Februar 2020 teilnahmen.

Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Insgesamt 86 Prozent der Deutschen kennen den Begriff der eSIM nicht bzw. wissen nicht, was er bedeutet. Lediglich 14 Prozent der Deutschen wissen, was dahinter steckt.
  • Mittlerweile besitzen rund sieben Millionen Deutsche ein eSIM-fähiges Telefon. Trotzdem können sie mit dem Begriff wenig anfangen: Von denjenigen, die bereits ein eSIM-fähiges Smartphone nutzen, kennen 48 Prozent den Begriff eSIM nicht und 32 Prozent kennen ihn, wissen aber nicht, was er bedeutet.
  • Das Paradoxe: Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) stuft mindestens eine der neuen Möglichkeiten mit eSIM als eher oder sehr relevant ein. Kein Wunder, ist es ja aus verschiedenen Gründen praktisch, zwei Mobilfunktarife auf einem Smartphone zu haben.

Bei der Umfrage wurden die Teilnehmer:innen folgendes Szenario skizziert: Angenommen jeder könnte zwei Mobilfunktarife gleichzeitig nutzen: Welche Möglichkeiten wären dann relevant?

  • Für mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) ist dabei die Funktion relevant, für eine bessere Netzabdeckung zwei Handynetze gleichzeitig zu nutzen.
  • 30 Prozent der Deutschen finden es relevant, zwei Rufnummern – private und geschäftliche – auf einem Gerät zu nutzen.
  • Fast ein Viertel aller Deutschen (22 Prozent) gaben an, dass ein zusätzlicher Auslandstarif für sie relevant sei (Die Umfrage wurde kurz vor den Ausgangs- und Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie durchgeführt.).

Unter denjenigen, die bereits ein eSIM-fähiges Gerät haben, werden die unterschiedlichen Features als noch relevanter angesehen: 40 Prozent halten die bessere Netzabdeckung für sehr oder eher relevant, 34 Prozent die Nutzung unterschiedlicher Rufnummern auf einem Gerät und 33 Prozent die Möglichkeit, einen zusätzlichen Auslandstarif zu aktivieren.

eSIM-Studienergebnisse in der ÜbersichteSIM-Studienergebnisse in der Übersicht

Innerhalb weniger Minuten der Plastik-SIM ade sagen

Was die Umfrage aber auch zeigt: Für die Mehrzahl der Deutschen scheint es bisher nicht so relevant, zwei Mobilfunktarife auf einem Gerät zu haben. Denn machen wir uns nichts vor: Zu sehr ist der Besitz eines Mobilfunktarifs an ein Smartphone und die zweijährige Bindung an einen Anbieter gekoppelt. Die eSIM ermöglicht durch komplett digitale Prozesse und den nicht notwendigen Versand von Plastik-Chips den Anbieterwechsel in wenigen Minuten und bringt somit deutlich mehr Flexibilität. Das sollte sich schnell rumsprechen.

eSIM bei sipgate