So profitieren Sie automatisch von der Mehrwertsteuer-Senkung

Torsten
23.06.2020 14 2:02 min

Im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets hat die Bundesregierung beschlossen, die Mehrwertsteuer in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 Prozent zu senken. Ziel ist es, die Endverbraucher:innen zu entlasten. Ob der Plan aufgeht und wie die Wirtschaft im Einzelfall reagiert, bleibt abzuwarten. Für uns steht aber fest: Wir werden die Mehrwertsteuersenkung direkt an unsere Kund:innen weitergeben – automatisch und in Form eines Rabatts.

Preissenkung durch Rabattmodell bei allen sipgate Services

Damit unsere Kund:innen sofort von den Vorteilen profitieren, haben wir uns für ein transparentes Rabattsystem entschieden, das das Bundesministerium für Wirtschaft als Option vorsieht. In den nächsten sechs Monaten werden alle Vertragsgebühren und Verbindungsentgelte, also alle Abladungen eines sipgate Guthabenkontos automatisch mit 2,52 Prozent rabattiert.

Warum 2,52 Prozent?

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte kosten alle Verträge und Verbindungen nur noch 97,48 Prozent des ursprünglichen Brutto-Preises und sind damit 2,52 Prozent günstiger. Ein Beispiel: Die monatliche Grundgebühr für einen sipgate team 3 Vertrag kostet inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer 19,95 Euro. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent sind es nur noch 19,45 EUR und damit genau 2,52 Prozent günstiger. Die Beträge der automatischen Aufladungen bleiben unverändert, auf den Rechnungen reduziert sich die ausgewiesene Mehrwertsteuer jedoch auf 16 Prozent.

Ab Juli auf allen Rechnungen: Nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer

Alle Rechnungen, die im kommenden halben Jahr erstellt werden, enthalten automatisch den reduzierten Steuersatz. Für bereits vorhandenes Guthaben haben wir folgende Regelung getroffen: Am Ende des 30. Juni werden wir die Kontostände aller Kund:innen erfassen und über das jeweilige Guthaben eine Rechnungskorrektur erstellen. In dieser Korrektur wird der Steuersatz auf das Gesamtguthaben von 19 auf 16 Prozent reduziert. Die Brutto-Summe des Guthabens bleibt dabei gleich.

Die Rechnungskorrektur ist nur für Kund:innen relevant, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, also Selbstständige und Unternehmen. Sie wird innerhalb der ersten Julihälfte automatisch an gewohnter Stelle im Account zur Verfügung stehen. Im Januar 2021 wird der Vorgang wiederholt. In dieser Korrektur wird der Steuersatz auf das Gesamtguthaben von 16 auf 19 Prozent erhöht. Auch hier wird sich an der Brutto-Summe des Guthabens selbstverständlich nichts ändern.

Wir freuen uns, die Vorteile des Konjunkturpakets direkt und transparent an unsere Kund:innen weitergeben zu können. Bleiben Sie gesund.

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14 Kommentare


Taner Tavli:

Hey lieber Torsten.
Danke für diesen aufschlussreichen Artikel.
Man konnte ihn echt gut lesen.
Hat mir sehr geholfen. Bitte mehr davon.
Vielen dank.
Mit freundlichen Grüßen
Taner Tavli

antworten

    Johanna:

    Danke, Taner. Hast du ein konkretes Thema, zu dem du dir mehr Input wünschst?

    antworten

Jan Thiele:

Im Gegensatz zu Taner finde ich den Artikel höchst verwirrend. Anstatt einfach den geänderten Steuersatz auf einen gleichbleibenden Nettobetrag zu berechnen, haben Sie jetzt die Nettokosten unabgesprochen erhöht, damit Sie denselben Bruttobetrag erhalten ?

Verstehe ich den Artikel jetzt so, dass Sie uns diese Mehrkosten irgendwann wieder gutschreiben ? Das ist nicht mehr nachvollziehbar.

antworten

    Johanna:

    Hallo Herr Thiele, der geänderte Steuersatz wird selbstverständlich auf alle von uns in Rechnung gestellten Leistungen angerechnet. Und zwar in Form eines Rabatts. Das heißt, jede Verbindung, Flatrate oder sonstige Gebühr ist für den Endkunden drei Prozentpunkte und damit 2,52 Prozent günstiger. Wie viel Guthaben von unseren Kunden aufgeladen wird, entscheiden sie ja selbst, solange alle monatlichen Kosten, die wiederum rabattiert sind, davon gedeckt werden können.

    antworten

      Ralph Vetter:

      Cool!

      Das heißt, wir können im Rahmen der Flatrates, die wir mit Sipgate Team gebucht haben, nun also entsprechend mehr telefonieren…?

      Das nenne ich mal „transparent“ und „direkt weitergegeben“!

      antworten

        Johanna:

        Hi Ralph, für Privatkunden ist eine Flatrate bis zum 31. Dezember ganz einfach drei Prozentpunkte, also 2,52 Prozent günstiger. Das ist in meinen Augen transparent und direkt weitergegeben. Als vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen profitiert man leider nicht von einer Senkung der Mehrwertsteuer. Da dieser Blogpost beide Kundengruppen anspricht, ist das eventuell etwas missverständlich. Unter Berücksichtigung eures Feedbacks werden wir ihn diesbezüglich gerne noch einmal anpassen. Viele Grüße und ein schönes Wochenende.

    Jan Thiele:

    Hallo Johanna, ich kann das nicht nachvollziehen. Wir haben bisher EUR 45,00 brutto mtl. gezahlt und in der neuen Rechnung zahlen wir auch EUR 45,00 brutto, allerdings nur mit 16 % USt. Demnach haben Sie Ihren Nettoertrag erhöht und als vorsteuerabzugsberechtigte Firma haben wir jetzt mehr Kosten.
    Und diese Mehrkosten werden später wieder rabattiert ? Warum denn so kompliziert, warum nicht einfach den neuen Steuersatz von 16 % auf einen gleichbleibenden Nettobetrag aufschlagen?

    Im Moment sehe ich nur, dass Sie die USt-Senkung verdeckt nutzen, um Ihre Marge zu erhöhen. Wir reden ja auch nicht wirklich über viel Geld, aber Ihr Manöver wirkt undurchsichtig.

    antworten

      Johanna:

      Nein, wir haben unsere Marge nicht erhöht, auch nicht verdeckt. Hier kommt das Prepaid-Modell zum Tragen: Die 45 € sind ihr Guthaben, das – bis wir eine Leistung erbracht haben – auch weiterhin Ihr Geld bleibt. Netto waren das in Ihrem Fall bisher 37,81 € und sind jetzt 38,80 €. Also ein knapper Euro mehr, der Ihnen für unsere Leistungen zur Verfügung steht. Hier noch mal der Hinweis auf Prepaid. Da unsere Aufladebeträge immer schon glatte Brutto-Summen waren, haben wir uns bewusst dazu entschieden, das nicht für ein halbes Jahr zu ändern. Zumal die Mehrwertsteuer für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ja sowieso ein durchlaufender Posten ist.

      antworten

        Jan Thiele:

        Ok, dann verstehe ich offenbar das Prinzip nicht, ich habe die EUR 45,00 für eine Monatsgebühr bzw. Flatrate gehalten. Ich forsche mal bei unserer IT nach, was da pasiiert und schreibe kommende Woche nochmal.

        Schönes Wochenende.

Volker:

Hallo Torsten,
bedeutet das jetzt, dass für alle privaten Endkunden, für die der Bruttopreis identisch bleibt, automatisch eine Erhöhung des Nettobetrages erfolgt, was einer Preiserhöhung gleichzusetzen ist?
Dies würde ich aus meiner letzten Rechnung entnehmen, wo eine reduzierte MwSt. ausgewiesen wurde, aber nur mit einem erhöhtem Nettobetrag der Endpreis gleich geblieben ist.
Mit freundlichen Grüßen
Volker

antworten

    Johanna:

    Hallo Volker, die Höhe deiner automatischen Guthaben-Aufladung, legst du ja selbst fest, solange sie deine monatlichen Kosten deckt. Beim von uns genutzten Prepaid-Modell zahlst du vorab, also bevor wir eine Leistung erbringen. Alle von uns erbrachten Leistungen wie monatliche Grundgebühren, Verbindungsentgelte, Flatrates etc. sind selbstverständlich rabattiert. Ganz platt gesagt hast du somit für das nächste halbe Jahr einfach etwas mehr von deinem Guthaben.

    antworten

      Volker:

      Hallo Johanna,
      danke für die Info, nur leuchtet mir nicht ganz ein, wie man bei einer Flatrate „etwas mehr“ für sein Geld bekommen kann, wenn der Betrag eh alles deckelt.
      Mit freundlichen Grüßen
      Volker

      antworten

        Johanna:

        Hi Volker, Privatkunden zahlen für ihre Flatrates jetzt einfach 2,52 Prozent also drei Prozentpunkte weniger. Wir stellen dir ja nicht die Kosten für deine Flatrate in Rechnung, sondern den von dir festgelegten Betrag für dein Prepaid-Guthaben. Und das immer dann, sobald die ebenfalls von dir festgelegte Untergrenze unterschritten wird. Von deinem Guthaben werden dann die Kosten der Flatrate abgezogen. Macht es das etwas nachvollziehbarer? Viele Grüße und ein schönes Wochenende

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