Ab jetzt ist es Tradition. Zum dritten Mal in seiner Geschichte macht sipgate eine bis dato komplizierte und teure Voice-Technologie zu einem Produkt, das jeder kostenlos nutzen kann. 2004 brachten wir so Voice-over-IP in den deutschen Privatkundenmarkt, vor einiger Zeit virtuelle Handynummern in den App Store.
Heute veröffentlichen wir, nach langer Vorbereitung, sipgate sona – ein kostenloser KI-Telefonassistent, der Kundengespräche in menschlicher Qualität führt. Wie genau funktioniert sipgate sona? Und warum verschenken wir etwas, das sonst im Markt viel Geld kostet?
Voice Agents überall
Der Markt für KI-Telefonassistenten explodiert derzeit. Es gibt unzählige Lösungen für Konzerne und Callcenter-Betreiber, genauso wie für Handwerker, Autohäuser und Tierarztpraxen. Wir haben den Markt aufmerksam beobachtet und uns sind zwei Dinge aufgefallen:
- Die Produkte sind überraschend gleich. Mittelpunkt ist immer ein großes Textfeld, in dem man Aufgabe und Rolle des Agenten beschreibt, dazu gibt es Einstellungsmöglichkeiten zu Stimme und angeschlossenen Systemen. Ein Agent, der ans Telefon geht, ist damit schnell konfiguriert. Doch nach unserer Erfahrung muss man lange und in vielen Versuchen am Prompt schleifen, bis der Agent gut funktioniert.
- Der Preis hängt vor allem davon ab, wie viele Minuten der Agent telefoniert – und schon eine Handvoll Anrufe pro Monat summieren sich auf einen mindestens dreistelligen Jahresbetrag.

Beides beruht darauf, wie Voice-Agents technisch funktionieren. Telefongespräche mit einem KI-Agenten laufen eine ganze Kette aus Technologien entlang: Telefonie und Rufnummer, Spracherkennung, einem LLM als "Gehirn" des Agenten, und schließlich der Sprachsynthese. Alle uns bekannten Voice-Agent-Anbieter kaufen diese Komponenten ein, verbinden sie, und verkaufen das Ergebnis mit einem Aufschlag.
Daran ist natürlich nichts auszusetzen. Bei der Entwicklung von sipgate sona haben wir uns jedoch von der anderen Seite genähert: Was macht einen Voice Agenten für Unternehmen wirklich wertvoll? Sicher ist das nicht die Zahl der vertelefonierten Minuten, genauso wenig man den Wert eines CRMs in "Datenbankoperationen" messen würde. Was ist es dann?
Das sona-Versprechen
Voice-Agents sind eine neue Lösung für ein altes Dilemma: wie kann man als Unternehmen einen Service anbieten, der Kunden zufriedenstellt und gleichzeitig rentabel ist? Ein KI-Agent kann hier unterstützen, aber dafür reicht es nicht, wenn er nur Anrufe abfängt. Anrufende sollten sich verstanden fühlten und mit ihrem Anliegen weiterkommen. Sie sollten zufrieden auflegen.
Genau das ist das Versprechen von sipgate sona. Kern von sona sind Playbooks – von uns kuratierte und erprobte Gesprächsabläufe, die man nach Belieben anpassen kann. Dazu kommen Character Sets, bei denen Wortwahl, Stimme und Gesprächsführung fein aufeinander abgestimmt sind. Die Wahrnehmung einer AI-Stimme hängt nämlich maßgeblich vom Gesprächsstil ab.
Wir sind stolz auf die Qualität unserer KI-Agenten, aber gleichzeitig davon überzeugt, dass sie immer nur ein Teil des Kundenservices sein werden. Schon jetzt übergibt sona Anrufe bei Bedarf an die richtige Person. Zukünftig erkennen die Agents in Echtzeit, wer überhaupt erreichbar ist und übergeben den nötigen Kontext, zum Beispiel über die sipgate App.
Ist das alles revolutionär? Wie man's nimmt. Wer viel AI-Erfahrung und Zeit mitbringt, bekommt irgendwann vergleichbares hin, durch Prompting, Tests und fortlaufendes Optimieren. Aber aus unserer Sicht sollte die Einführung eines AI-Agents kein IT-Projekt sein, erst recht nicht in einem kleinen Unternehmen. Als Anwender sollte man eigentlich nur zwei Fragen beantworten müssen: Welche Aufgaben übernimmt der Agent und welche Informationen braucht er dafür?
Das klingt nach einer simplen Vision, doch die Umsetzung von sona erforderte viel Grundlagenarbeit. Hinter den Character Sets steht zum Beispiel ein eigenes Team aus Linguistik- und AI-Expert:innen. Sie arbeiten an Nuancen wie der richtigen Antwortlänge, messen die Qualität der Gespräche durch automatisierte Tests und nehmen exklusive Stimmen in unserem Studio auf.
Außerdem tarieren wir seit Jahren das Zusammenspiel aus den Sprachmodellen und sogenannten "Guardrails". Im Ergebnis können die sona-Agents zwar improvisieren, aber nur in einem eng abgestimmten Rahmen.
Das technische Fundament dieser aufwändigen Arbeit liegt noch eine Ebene tiefer und macht uns im europäischen Voice-Agent-Markt einzigartig: Wir betreiben unsere KI-Infrastruktur komplett selbst.
Der sipgate-Stack
Eigene GPU-Server für einen siebenstelligen Betrag – mit dieser Investition sind wir, für eine Firma unserer Größe, absolute Exoten. Doch für uns ist der Betrieb eigener KI-Hardware nur folgerichtig. Einerseits machen wir uns damit unabhängig. Aktuell mag Donald Trump sagen, sein IQ sei der einzige Sicherheitsmechanismus, der notwendig ist, aber schon morgen kann die amerikanische Regierung erneut ein ganzes KI-Modell aus dem Verkehr ziehen. Die Preise der unter Profitabilitätsdruck stehenden Frontier-Labs können jederzeit einen Sprung nach oben machen. Und es bleibt unklar, was wirklich mit den verarbeiteten Daten geschieht.
Die gängige Lösung, OpenAI & Co. "auf europäischen Servern" zu mieten, hübscht vielleicht die eigene Datenschutzerklärung auf. Die oben genannten Risiken verringert es nicht.
Ganz abgesehen von taktischen Erwägungen benötigen wir den eigenen Stack aber auch, damit wir ein Produkt wie sipgate sona überhaupt anbieten können. Für unsere Voice-Agents arbeiten wir mit spezialisierten Open-Weights-Modellen, die wir anpassen und feintunen, und optimieren den Stack dabei auf die hohe Geschwindigkeit, die man für ein Gespräch benötigt. Mit der eigenen Infrastruktur können wir unseren Voice-Agent außerdem so zugänglich machen, wie sonst niemand: Er ist in der Basisversion kostenlos.
So selbstverständlich wie ein Anrufbeantworter
sipgate sona enthält Voice-Agents in einer Qualität, die bislang nur als teures oder zeitaufwändiges IT-Projekt zu haben war. Wir wollen unseren Kund:innen KI-Telefonassistenten bieten, die einfach funktionieren und ihren Service wirklich besser machen. Wer mit der Basisversion von sona auskommt – und viele unserer Kunden werden das – kann sona dauerhaft kostenlos nutzen. Ein hilfreicher Agent sollte genauso selbstverständlich sein wie früher ein Anrufbeantworter.
In den Bezahltarifen von sipgate sona kommen (neben mehr Inklusivminuten) vor allen Dingen Features hinzu, die komplexere Szenarien ermöglichen: mehr Playbooks und Charaktere, MCP-Anbindungen und vieles mehr.
Probieren Sie sipgate sona gerne noch heute aus. Es kostet sie nichts und bereits der erste übernommene Anruf wird Ihnen Arbeit sparen. Versprochen.




