Nachdem wir zum Start der sipgate Portraits unseren Kollegen Ersin von der Campus IT begleitet haben, geht es dieses Mal eine Etage tiefer in die Technik. Zu Gast: Tristan, Tech Lead bei sipgate. Er erzählt, wie aus einer Idee innerhalb kürzester Zeit ein AI-Agent wurde, den heute rund 100 Kolleg:innen täglich nutzen, und warum ihm das Thema Datenschutz dabei besonders wichtig war.
Vom Betrieb zur eigenen AI-Plattform
Als Tech Lead kümmert sich Tristan schwerpunktmäßig um alles, was mit der Plattform zu tun hat. Software-Betrieb gehört seit jeher dazu, ganz neu dazugekommen ist die interne AI- und Agentenplattform. Deren erstes Ergebnis heißt aronnax: ein AI-Agent, der Kolleg:innen im Alltag bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen unterstützt, von Fragen zum Produkt bis zur Abrechnung. "Das ging relativ zügig", erinnert sich Tristan. Mittlerweile nutzen aronnax nach seiner Einschätzung ungefähr 100 Kolleg:innen jeden Tag regelmäßig.
Was aronnax besonders macht: Er bündelt Wissen, für das man früher vor allem ein gutes Netzwerk brauchte. "Man musste normalerweise viele Kolleg:innen fragen, um an die richtigen Informationen zu kommen", so Tristan. Der Zugang zu aronnax läuft dabei ganz einfach über die sipgate Slack-Channels, dort, wo ohnehin schon der Großteil der internen Kommunikation stattfindet.
Vor dem offiziellen Start von aronnax bei sipgate sammelte Tristan erste, private Erfahrungen mit AI-Agenten im Alltag durch OpenClaw. Die Neugier, die daraus entstand, brachte ihn schließlich auf die Idee, das Prinzip auch für sipgate zu nutzen. "Meine Aufgabe war überhaupt erst mal die Idee zu haben, dass man so einen AI-Agenten bei sipgate doch ganz gut anbinden kann", erzählt Tristan.
Der Ursprung: Datenschutz und TKG-Konformität
Dass die Umsetzung dann so grundlegend auf Datenschutz und Regelkonformität ausgerichtet wurde, kommt nicht von irgendwo. Tristan beschäftigt sich seit vielen Jahren bei sipgate mit Computersicherheit und Datenschutz und kennt die Anforderungen, die sipgate als TKG-reguliertes Unternehmen erfüllen muss, genau. So war einer der Kernpunkte beim Bau der Plattform, dass deren Betrieb TKG- und datenschutzkonform funktioniert.
Der große Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Daten komplett bei sipgate bleiben. "Wir müssen keinem anderen Anbieter vertrauen”, erklärt Tristan. sipgate baut die Server selbst auf und weiß dadurch genau, dass Daten dort sicher verwahrt oder auch wieder sicher gelöscht werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Schnellere Entscheidungen, schnellere Features
Auch Kund:innen haben etwas davon, wenn Entscheidungen im Unternehmen schneller getroffen werden können. "Wenn man alle Informationsquellen und den Kontext dazu parat hat, führt das dazu, dass wir einfach schneller das richtige Feature auf die Straße bringen", so Tristan. Das macht schlussendlich auch unsere Kund:innen produktiver.
Besonders im Bereich Customer Success helfen AI-Agenten schon heute im Alltag. Und in Zukunft? sipgate arbeitet daran, den bestehenden Support-Agenten durch eine deutlich intelligentere Lösung auf Basis der neuen Plattform zu ersetzen. Diese soll künftig auch selbst aktiv werden können, etwa indem sie Verifizierungsbriefe erneut verschickt. So bekommen Kund:innen bei einfachen Anliegen schneller Hilfe, während sich das Team stärker auf die Themen konzentrieren kann, bei denen es wirklich auf den Menschen ankommt. Ein eigenes Team arbeitet bereits daran, genau das umzusetzen und die Customer Experience im Support weiter zu verbessern.
Ein eigenes Team für AI-Tooling
Für Tristan ist klar, dass das Thema an dieser Stelle noch längst nicht endet. sipgate baut aktuell ein eigenes Team auf, das AI-Tooling für alle Kolleg:innen im Unternehmen an den Start bringen soll. aronnax war dabei erst der Anfang.
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