sipgate und Telekom
Ein direkter Vergleich – die wichtigsten Unterschiede in den einzelnen Kategorien, kurz und kompakt aufgeführt.

Kanäle & Skalierbarkeit
Kapazitäten und Wachstumsmöglichkeiten
sipgate staffelt sein Trunking-Angebot in mehrere Paketgrößen, die sich bei wachsendem oder schrumpfendem Bedarf direkt im Kundenkonto anpassen lassen, ohne dass ein Techniker vorbeikommen muss.
Ausgehend sind mehrere parallele Gespräche gleichzeitig möglich, die genaue Kapazität richtet sich nach dem gebuchten Paket.
Der Wechsel zwischen den Paketgrößen läuft ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs, eine Hochstufung ist jederzeit möglich, eine Rückstufung ebenso.
CompanyFlex startet standardmäßig mit zwei parallelen Gesprächen, zusätzliche Kanäle lassen sich hinzubuchen. Das Produkt ist der direkte Nachfolger des auslaufenden DeutschlandLAN SIP-Trunk und wird von der Telekom als der günstigere, funktional breitere Ersatz positioniert.
Für den Umstieg von DeutschlandLAN SIP-Trunk sichert die Telekom nach eigener Aussage einen Bestandsschutz für bereits gebuchte Kapazitäten zu, sodass die Migration nicht mit einem Kapazitätsverlust einhergehen soll.
Anlagen-Kompabilität
Anschluss an bestehende Systeme
sipgate trunking funktioniert mit einer der längsten öffentlich dokumentierten Kompatibilitätslisten im Markt, von 3CX und Asterisk über Auerswald, Cisco, Mitel und Panasonic bis STARFACE und AGFEO. Wer eine bestehende Telefonanlage weiterbetreiben will, findet hier mit hoher Wahrscheinlichkeit sein System wieder.
Für Anlagen, die nicht explizit gelistet sind, genügt in der Regel die grundsätzliche SIP‑Fähigkeit. Viele weitere Systeme laufen in der Praxis trotzdem problemlos, auch wenn sipgate dafür keine offizielle Zertifizierung ausspricht.
Bestehende Telekom-eigene Hardware lässt sich laut Anbieter in den meisten Fällen per Software-Update weiterverwenden, was den Umstieg erleichtern soll.
Eine öffentlich einsehbare Liste unterstützter Fremdanlagen wie bei sipgate veröffentlicht die Telekom nicht. Dafür liegen technische Konfigurationsanleitungen für einzelne Partnersysteme wie Swyx vor, die vor allem Systemhäuser und IT-Dienstleister adressieren.
Rufnummern & Portierung
Wie die Rufnummernmitnahme funktioniert
Rufnummern lassen sich bei sipgate kostenlos portieren, einzeln oder als ganzer Block, inklusive Ortsnetz- und Sonderrufnummern. Der Portierungsprozess läuft über das Kundenkonto. Sipgate übernimmt dabei die Kommunikation mit dem bisherigen Anbieter komplett, die Kundschaft muss selbst nicht aktiv kündigen. Auch international lassen sich Rufnummern hinzubuchen.
Wer mehrere Standorte betreibt, kann Ortsnetzrufnummern unterschiedlicher Städte unter einem Vertrag bündeln.
Für den Wechsel von DeutschlandLAN SIP-Trunk auf CompanyFlex sichert die Telekom einen Bestandsschutz für bereits genutzte Rufnummern zu. Der Übergang läuft nach eigener Aussage automatisiert über die Geschäftskundenbetreuung.
Für eine externe Portierung von einem anderen Anbieter macht die öffentliche Produktseite keine konkreten Angaben zu Fristen oder Kosten.
Preismodell & Abrechnung
Preislogik kontra Festpreis
sipgate rechnet nutzungsbasiert ab statt über starre Flatrates, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Wer mehr oder weniger Kanäle braucht, bucht direkt im Kundenkonto um, ohne Vertragsneuverhandlung.
Wer nur zeitweise viele Gespräche gleichzeitig führt, zahlt auf diese Weise tendenziell weniger als bei einem Modell, das ungenutzte Kapazität dauerhaft vorhält und pauschal in Rechnung stellt.
CompanyFlex wird gegenüber dem Vorgängerprodukt als günstiger beworben, die konkrete Abrechnung richtet sich nach dem individuellen Vertrag, abhängig von Anschlussart, Standort und vorhandener Telekom-Infrastruktur.
Eine öffentlich einsehbare Preisliste wie bei kleineren Anbietern im Vergleichsfeld gibt es nicht.
Vertragskonditionen
Laufzeit und Kündigung
sipgate trunking läuft monatlich und lässt sich von beiden Seiten mit einer Frist von einem Werktag zum Monatsende kündigen. Wer unverbindlich testen will, kann das 30 Tage lang kostenlos tun.
Diese kurze Bindung ist im Vergleichsfeld eher die Ausnahme als die Regel, mehrere Wettbewerber verlangen deutlich längere Laufzeiten oder machen dazu öffentlich gar keine Angabe.
Zur allgemeinen Vertragslaufzeit äußert sich die öffentliche Produktseite nicht.
Üblich bei Telekom-Geschäftskundenprodukten sind Laufzeiten über mehrere Monate oder Jahre, festgelegt im individuellen Vertrag.
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Einrichtung & Support
Einrichtung und Erreichbarkeit
Die Einrichtung läuft komplett online im Kundenkonto und ist laut Anbieter in wenigen Minuten erledigt, ganz ohne IT‑Abteilung.
Der Support ist deutschsprachig und ergänzt die umfangreiche Selbsthilfe-Dokumentation im Hilfecenter, die für die gängigen Telefonanlagen jeweils eigene Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereithält.
Den Umstieg von DeutschlandLAN SIP-Trunk auf CompanyFlex beschreibt die Telekom als von ihr selbst begleiteten Prozess, nicht als reine Selbstbedienung.
Für Neukunden läuft der Einstieg über die Geschäftskundenberatung. Komplexere Migrationen von Bestandsanlagen begleitet die Telekom nach eigener Aussage aktiv, statt sie allein der Kundschaft zu überlassen.
Sprachqualität & Infrastruktur
Worauf die Verbindung läuft
sipgate betreibt die Trunking-Infrastruktur im eigenen Netz und veröffentlicht eigene Kennzahlen zu Serververfügbarkeit und Verbindungsdurchsatz, statt sich allein auf allgemeine Zusicherungen zu verlassen.
Diese Werte gelten im Jahresmittel über alle angeschlossenen Kunden hinweg und sind damit grundsätzlich nachprüfbar, nicht nur behauptet.
Als Betreiberin des eigenen Festnetzes kann die Telekom die Sprachübertragung auf eigener Infrastruktur garantieren. Die zugrunde liegende Netzinfrastruktur ist dieselbe, auf der auch private Festnetzanschlüsse der Telekom laufen.
Eine gesonderte, öffentlich belegte Kennzahl zu Verfügbarkeit oder Durchsatz speziell für das Geschäftskundenprodukt existiert aber nicht.
Sicherheit
Schutz vor Missbrauch und Angriffen
Der Trunk lässt sich gegen Missbrauch absichern. sipgate behält sich vor, einzelne Zielrufnummern, Zielländer oder -gruppen im Interesse der Kundschaft zu sperren.
Für Nutzung mit sehr hohem automatisiertem Ausgangsvolumen, etwa durch Power-Dialer-Software im Call-Center-Einsatz, gilt der Standardvertrag ausdrücklich nicht. Das grenzt den vorgesehenen Einsatzbereich bewusst auf reguläre Geschäftstelefonie ein und erfordert im Zweifel eine gesonderte Vereinbarung.
Für DeutschlandLAN SIP-Trunk, auf dessen technischer Basis CompanyFlex aufbaut, nennt die Telekom TLS 1.2 und SRTP als unterstützte Verschlüsselungsstandards.
Weitergehende Angaben zu aktivem Missbrauchsschutz oder einer automatischen Anlagentyp-Prüfung, wie sie NFON beschreibt, macht die Telekom öffentlich nicht.
Not- & Sonderfunktionen
Was im Notfall passiert
Notrufe über 110 und 112 werden anhand der im Kundenkonto hinterlegten Adresse an die zuständige Rettungsleitstelle weitergeleitet.
Die Adresse muss entsprechend aktuell gehalten werden, insbesondere bei einem Standortwechsel. Das gilt unabhängig vom gebuchten Paket, eine Sonderregelung für höhere Kanalzahlen gibt es nicht.
Nach eigener Aussage ist der Notruf auch dann möglich, wenn bereits alle gebuchten parallelen Kanäle belegt sind, eine Zusicherung, die andere Anbieter im Vergleichsfeld öffentlich weder ausschließen noch ausdrücklich bestätigen.
Grundlage ist wie bei jedem deutschen Anschluss die Weiterleitung an die zuständige Leitstelle anhand der hinterlegten Adresse.
Datenschutz & Hosting
Rechenzentren und DSGVO
sipgate betreibt seine Infrastruktur ausschließlich in Deutschland. Firmenstandort, Server und Rechenzentren befinden sich allesamt hierzulande, was die Einhaltung der DSGVO strukturell absichert.
Benutzerkonten lassen sich per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern, sensible Gesprächsdaten verlassen zu keinem Zeitpunkt den deutschen Rechtsraum.
Als gemeldetes Telekommunikationsunternehmen unterliegt sipgate den Pflichten des deutschen TKG, darunter Meldepflicht und Sicherheitskonzept gegenüber der Bundesnetzagentur.
Zertifizierte deutsche Rechenzentren der Telekom verarbeiten die Daten von Magenta Business zu 100 % DSGVO-konform und erfüllen zusätzlich die BSI-Standards C5 und AIC4 sowie die Vorgaben des EU AI Acts.Die explizite Nennung von BSI C5/AIC4 hebt Magenta Business im Vergleichsfeld hervor, da diese Standards besonders im öffentlichen Sektor und bei größeren Konzernen als Ausschlusskriterium bei Ausschreibungen gefordert werden.