Den Kunden im Blick: Die Entstehung von sipgate.de/sim

Alex
10.01.2013 45 2:41 min

Seitdem im letzten Herbst mit team complete das erste Produkt von sipgate mit kompletter Mobilfunkintegration startete, stand der Wunsch im Raum, ein Mobilfunkprodukt für Privatkunden zu schaffen. Wir gründeten ein zehnköpfiges Produktteam, bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen, versammelten uns mit Zetteln und Stiften vor einem leeren Whiteboard und stellten uns die Frage: Was wünschen sich die Kunden?

Unser Whiteboard füllte sich schnell und sehr bald waren etwa 150 Ideen gefunden – von Brainstorming: Wie könnte ein Mobilfunkprodukt aussehen?einleuchtenden Grundfunktionen wie SMS über Apps, mit denen man das Produkt konfigurieren und per in-App-Kauf Guthaben aufladen kann, bis hin zu absurden Ideen wie Gamification: Ein Benutzer schaltet „Erfolge“ für’s Vieltelefonieren oder SMS schreiben frei und kann diese auf Facebook oder Twitter mit seinen Freunden teilen.

Bald darauf begannen die Diskussionen: Welche Ideen werden umgesetzt, welche nicht? Und in welcher Reihenfolge? Können Kunden beispielsweise zu Beginn auf eine Datenflat verzichten, oder ist das ein „must-have“? Smartphoneuser werden an dieser Stelle bestimmt sofort „Ja“ sagen, während Benutzer ohne Smartphone vermutlich eher „Nein“ antworten würden.

Schnell standen auch die nächsten Fragen im Raum: Wann ist das Produkt „fertig“ und welche Ideen bilden den Kern unseres neuen Produktes? Würden wir alle Ideen umsetzen wollen, dann würde die Entwicklung viel zu lange in Anspruch nehmen. Lassen wir jedoch wichtige Funktionen weg, ist das Produkt möglicherweise „unfertig“. Und was, wenn wir nach monatelanger Arbeit feststellen, dass wir ein Produkt gebaut haben, was keiner haben möchte?

Die Antwort hierauf ist einfach: Wir fragen die Kunden so früh wie möglich, ob ihnen das, was wir machen, gefällt oder nicht und beziehen das Feedback in unsere weitere Entwicklung und Planung ein.

Dafür haben wir uns für folgendes Vorgehen entschieden: Wir treffen einfache Annahmen darüber, was für den Benutzer als Nächstes wichtig ist. Wir messen dann, wie viele Benutzer sich für bestimmte Optionen und Funktionen interessiert haben – besonders auch das Feedback, das uns beispielsweise per E-Mail oder Twitter erreicht, beziehen wir mit ein.

Dabei geht es darum, herauszufinden, was sich die Benutzer am meisten wünschen und dies dann umzusetzen. Unser Produkt wächst und verändert sich also mit den Bedürfnissen seiner Benutzer.

Welche der 150 Ideen, die unser Whiteboard füllten, sollte nun also den Grundstein für die ersten Annahmen bilden, die wir überprüfen wollen? Es musste etwas sein, was von vielen Menschen als nützlich angesehen wird und uns deutlich abhebt – anders vielleicht als Gamification.

Welche Ideen den Grundstein bilden werden, sowie weitere Einblicke in die Produktentwicklung werden hier im Blog veröffentlicht. Über das Produkt können Sie sich auf www.sipgate.de/sim informieren. Über den Fortschritt informieren wir Sie außerdem über unseren Twitter-Account @sipgatelabs. Sie können sich gerne über Twitter, über die Kommentarfunktion in diesem Blog oder per Mail an sim@sipgate.de an der Diskussion beteiligen.

 

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45 Kommentare


Norbert:

Hallo,

finde ich gut, dass wir eingebunden werden sollen. :-)

Mir wäre es wichtig, möglichst flexibel einstellen zu können wann es wo (Handy/Lan-Telefon zu Hause) klingelt. (Nach Bedingungen wie besetzt aber auch nach Uhrzeit).

@ Philipp
Du schreibst: „Die Integration von basic bzw. plus (und somit von VoIP) ist nicht sofort geplant, sondern steht eher langfristig an. Das kommt aber auch!“
Was unterscheidet das dann von jedem anderen Handy-Vertrag?

Dann fragst du: „Bis dahin noch eine Frage: Stellen Sie sich vor, Sie hätten beliebige Festnetznummern und beliebige SIM-Karten, die Sie beliebig kombinieren könnten – beispielsweise kann eine Nummer auf allen SIMs klingeln, eine nur auf Handys bei Ihnen zu Hause, eine nur zwischen 8 und 18 Uhr und so weiter. Und eine SIM-Karte empfängt gar keine Anrufe, da sie für das Notfallhandy ist. Was würden Sie damit tun, und wäre das interessant?“

Eine Festnetznummer, die immer durch geht, die dann nur bestimmte Personen bekommen und eine Festnetznummer, die man anderswo rausgeben kann z. B. in Vereinen, beim Ehrenamt etc., wo es mir reicht, dass man mich zu bestimmten Zeiten erreichen kann. Bei Bedarf noch für den Beruf z. B. eine weitere Nummer. Alles dabei wären Festnetznummern die auch entsprechend übertragen würden. Von der Sim-Karte aus gibt es eine Standard-Nr. die übertragen wird. Die anderen sind mit einem PIN wie *2# vor der Nummer als „Leitung“ auswählbar. Eine Handy-Nr. tritt also nicht in Erscheinung. Setzt voraus, dass mir unterwegs dadurch keine Zusatzkosten entstehen. Für alle Nummern werden individuelle Regeln erstellt, was Weiterleitung etc. betrifft. Jede hat ihre Voicemail mit Standard-Ansage und der Möglichkeit mindestens eine Urlaubsansage o. ä. einspielen zu können, ohne den Standard zu ersetzen. Es gibt die Möglichkeit ein Wahlregelset „Urlaub etc.“ zu erstellen mit Gültigkeitszeitraum-Angabe. Das kann man dann ein paar Tage vor dem Urlaub, der dienstreise etc. einrichten und es stellt sich am Ende automatisch zurück. Grundsätzlich sollte es möglich sein, festzulegen bei den Regeln, welche Apparate klingeln sollen, also z. B. die Dienstnummer nur im Büro und mobil, privat wichtig im Büro, mobil und zu Hause und die private Nummer üfr Sonstige Anrufe nur zu Hause oder zu Hause und unterwegs. Handynummer bräuchte ich also gar keine (Festnetznummer ist für Anrufer ja i. d. R. billiger (bis das mal in 5-10 Jahren verschmilzt …)

Sollte ich mal Kinder haben, fände ich es schön, wie bei Sipgate Team die Kinder in eine Familien-Anlage einzubinden und nur gezielt Nt. frei zu geben und Telefon-Zeiten für die jungen Jahre.

Bei so einer Familien/WG/…-Sache wären die Konfiguration der Nummern noch wichtiger. Jeder seine Private Nummer, seine Private Nummer für Sonstiges etc., dazu aber auch eine allgemeine Familiennummer falls man irgendeinen erreichen will oder wenn es ein Notall gibt – dann kann der Nachbar z. B. am einfachsten darüber jemand erreichen.

Wichtig wäre noch das kostenlose Anhören der Voicemail.

Nur so am Rande; gamification ist os wichtig, dass ich ersteinmal herausfinden musste, was das ist.

Gruß

Norbert

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Norbert:

Ergänzend:

– Finde das bisherige System ok mit Prepaid ok.

– Flatrates fände ich auch wichtig und die Integration in Sipgate Basic.

– SMS-Flat-Rate ist für mich völlig egal.

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Max:

Kann mich den Vorredner nur anschließen:
Bitte kein Gamification!

Da viele Schwierigkeiten mit dem VoIP der Sipgate App haben, wäre es schön wenn ihre die Konfiguration von Sipgate Sim in eine eigene App auslagert (notfalls optional).
Es gibt schlicht zu viele Android-Smartphones und Mods als das ihr alle testen könntet.

Gruß
Max

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Flipper:

Glückwunsch an Sipgate! Ihr macht innovative Telefonie. Beim neuen Produkt Sipgate/SIM wären für mich wichtig:

– eine API/REST Schnittstelle
– „smartes Routing“ auf jeden Fall in Abhängigkeit von Uhrzeit/Tag und/oder gesteuert mittels Kalender
– erweiterte Filtermöglichkeiten für das „smarte Routing“, sprich also Routingtabellen anlegen zu können.
– eingehende SMS wie bei Sipgate One auch über die Weboberfläche lesen/versenden zu können.
– einen guten AB
– als Smartphone Nutzer natürlich auch eine Datenflat (1GB ist für mich völlig ausreichend)
– eine SIP Anbindung

Wir eigentlich bei mehreren SIM Karten ein telefonieren untereinander auch möglich sein?

Ich weiss, mit Eplus sind solche Projekte realisierbar, aber die Netzabdeckung läßt aus eigener Erfahrung am Land oftmals sehr zu wünschen übrig (die Karte müßte wesentlich mehr weisse Flecken haben!!!) – geschweige denn telefonieren im Haus fast unmöglich (je nach Standort).

Von daher schränkt die Netzabdeckung die ganze schöne Sache wieder mächtig ein, leider!

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Norbert:

Ich hatte was wichtiges vergessen bei den Routing-/Weiterleitungsregeln: Es fehlt die Feiertagsfunktion, d. h.: Ich kann auswählen, dass an Feiertagen in Bundesland X bzw an bundesweit einheitlichen Feiertagen die Regeln von Sonntag oder alternativ ein eigenes Regelset gelten soll.

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Armin:

Die Abdeckung von E-Plus im ländlichen Bereich ist in meinen Augen besser, als bei allen D-Netzen (für O2 fehlen Erfahrungen). Trotzdem wäre es gut, wenn die Rufnummern auch auf einen VOIP-Account laufen würden, um im Büro (eventuell im Keller aber mit WLAN) auch erreichbar zu sein. Idealerweise unter allen Rufnummern entsprechend der eingestellten Rufverteilung.

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Philipp:

Hallo,

danke nochmals für das viele Feedback. Ich kann jetzt leider nicht alles im Detail beantworten, sonst sitze ich noch übermorgen hier und tippe ;-)

@Norbert: Danke, dass Du dir so viel Zeit genommen hast uns Feedback zu geben. Vieles wirst Du vermutlich im kommenden Blogeintrag wiederfinden :-)

Die für mich wichtigste Frage ist wohl: „Was unterscheidet das dann [ohne VoIP-Einbindung] von jedem anderen Handy-Vertrag?“

Das ist eine der wichtigen Fragen, die wir versuchen zu beantworten. Zum Beispiel die Möglichkeiten vom Smart Routing, die monatliche Kündbarkeit, die Möglichkeit, Nummern hinzuzubuchen und so weiter. Demnächst gehen wir in einem neuen Blogbeitrag genauer darauf ein, was wir vermutlich so machen können. Uns ist klar, dass wir uns unterscheiden müssen, denn „Das, was alle machen, nur billiger“ ist kein allzu gutes Konzept.

Zum Thema E-Plus: Die Netzabdeckung ist besser als ihr Ruf und wird auch immer besser. Beschwerden über die Netzabdeckung gibt es überwiegend von Leuten, die E-Plus nicht nutzen weil sie schlechtes gehört haben oder in der Vergangenheit vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Bei sipgate team kann man die SIMs unverbindlich testen, bei sipgate.de/sim kann man bei Unzufriedenheit immerhin monatlich kündigen – also gibt es genug Möglichkeiten, sich selbst ein Bild zu machen :-)

Viele Grüße und allseits einen guten Start in die Woche,

Philipp

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ichhier:

Wird es möglich sein, die AB-Nachricht per Mail an eine vorher definierte Email-Adresse zustellen zu lassen? Bei Sipgate-Plus ist es sehr hilfreich (auch zu Archivierungszwecken!)

Für eingehende SMS wäre es auch eine gute Idee (die Benachrichtigung per Mail mit SMS-Text und SMS-Absender)

Oh, und wenn der Handy-AB auch noch Faxe annehmen und als PDF an eine vorher definierte Adresse weiterleitet (wie bei Sipgate plus), wäre das das nonplusultra! :)

Sorry, wenn es bereits angesprochen wurde.

antworten

Norbert:

Hallo Philipp,

was soll den Smart-Routing sein? Ihr tretet an gegen O2 mit Homezone ohne Grundgebühr … für mich ist Team für Privatkunden eine Wechseloption.

Grüße

Norbert

antworten

Philipp:

@ichhier: Danke für’s Feedback. Wurde noch nicht angesprochen, ich hab’s aufgenommen!

@Norbert: Ich hab weiter oben mal ein Beispiel gegeben, wie man beispielsweise Orts- oder Zeitbasiert seine Anrufe umleiten kann. Auf sipgate.de/sim ist das auch nochmal erläutert. Das meinte ich mit Smart Routing :-) Bessere Namensvorschläge sind stets willkommen!

Grüße,

Philipp

antworten

Andreas Gaul:

@Jenso – Herr Schlemmer meint sicherlich die fehlenden Basisfunktionen wie das BLF, dass seit 2 Jahren versprochen wird und unangefochtene Nummer 1 in Ihrem Feedbacksystem ist. Die Mobilfunkoption bleibt ein Gimmick, wenn die Basics nicht funktionieren.

antworten

Jenso:

@AndreasGaul – So wird es sein, und es ist auch sein volles Recht, das doof zu finden und zu kritisieren. Für uns ist allerdings derzeit Mobilfunk im Fokus, weil wir und auch viele andere Kunden das genau anders herum sehen. Das soll natürlich nicht heissen, dass damit Features wie BLF auf alle Zeiten obsolet sind :-)

antworten

Norbert:

Hallo Philipp,

ich habe die letzten Tage überlegt. Ixh würde es flexibles Routing nennen. Das dürften deutlich mehr Leute verstehen.

Gruß

Norbert

antworten

Philipp:

@Norbert: Ich bin mir da nicht so sicher. Da es etwas völlig neues ist, weiß erstmal sowieso keiner, was es ist, wenn man nur das Wort hört. „Flexibel“ klingt nach „Flexibel einstellbar“, „Smart“ klingt nach „intelligent“.
Der Unterschied ist: bei flexiblem Routing muss ich selbst eine Einstellung tätigen, damit ein neues Routing aktiviert wird, bei smartem Routing passiert die Umstellung automatisch, z.B. Ortsbasiert.
Oder anders gesagt: Flexibel: Ich kann sehr viel machen. Smart: Ich muss nur einmal etwas einstellen und es funktioniert automatisch.

Ist aber nur meine persönliche Meinung bzw. Wahrnehmung.

Viele Grüße,

Philipp

antworten

Norbert:

Hallo Philipp,

bei smart denke ich eher an unsympathische Typen mit zu stark gegeelten Haaren als an was hilfreiches. Aber am Ende soll mir der Begriff egal sein, hauptsache man kann alles os machen wie man will und wird nicht wie bei Apple genötigt, so zu denken, handeln etc. wie Apple meint, dass es alle Kunden machen,

Grüße

Norbert

antworten

Renne:

@Philipp:
Wie wäre es denn mit „Intelligenter Anrufweiterschaltung“. AWS verstehen sogar noch die Rentner. ;)

Noch eine Wunschoption:
Inbound calls via SIP-URI, damit man das Handy in die eigene VoIP-Infrastruktur integrieren kann bzw. per Button auf der eigenen Website erreichbar ist. ;)

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sven:

Ich bin richtig gespannt wenn es da ist.Kann mann sowas einrichten ,das man bestimmte Anrufer speren kann das die nicht duch gestellt werden.

antworten

Renne:

@Philipp:
Es wäre natürlich klasse, wenn man für die SIP-URI via DNS-SRV-RRs eigene Domains verwenden kann (z.B. @). Dann sind SIP-URI und Email-Adresse identisch. ;)

antworten

Florian:

Hallo,

werden die Mobilfunknummern noch einmal extra kosten, also z.B. jeweils weitere 5 Euro?

Oder gibt es später einmal für 10 Euro pro Monat:
– 1 Festnetzrufnummer
– 1 Mobilfunknummer
– 60 Freiminuten
– 1 GB Datentraffic

Beste Grüße
Florian

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