Der Miniclub bleibt Zuhause!

Marie Luise
14.05.2020 0 3:45 min

Als am Freitag den 13. März 2020 mittags verkündet wurde, dass die Schulen und Kitas aufgrund der Ausbreitung des COVID-19 Virus für mehrere Wochen geschlossen werden sollen, telefonierte ich gerade mit dem Geschäftsführer einer Kinder- und Jugendagentur. Mit dieser sollte für die Osterferien eine erste Zusammenarbeit geplant werden, um uns Betreuer zu unterstützen und unseren größeren Kindern bei den vielen neuen U3- Kindern und dementsprechend vielen stattfindenden Eingewöhnungen in den sipgate Miniclub, gerecht werden zu können.

Schulen und Kitas schließen- was nun?

Wir Betreuer haben uns direkt untereinander verständigt, was dies denn nun für den Miniclub heißen wird und Eltern gefragt, die vor Ort bei sipgate sind, diese wussten aber zunächst auch nicht wie es weitergehen soll.
In den folgenden  Tagen änderte sich ja quasi stündlich die Situation und es kamen immer weitere Beschränkungen hinzu. Vorsorglich sagte ich bereits gebuchte Angebote für die Osterferien ab. Dann kam auch ziemlich schnell die Absage, dass auch der Miniclub geschlossen wird.

Was bedeutet die Krise für den Miniclub?

Sipgate arbeitet nun quasi von Zuhause aus und ist weitestgehend im Homeoffice, der Miniclub kann auch aus Gründen der Ansteckung nicht innerhalb von sipgate durchgeführt werden. Wir Betreuer besprechen uns über unser weiteres Vorgehen zur Zeit über Videokonferenzen und hoffen, dass baldige Lockerungen die Betreuung in den Sommerferien zulassen. Wir haben Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen im Team, die nun auch erst langsam wieder in die Betreuung zurückgeführt werden und Kapazität zur Betreuung hätten.

Wie und wann können wir wieder betreuen?

Denn der Bedarf bei den Eltern ist groß, vor allem für U3 Kinder, die momentan immer noch nicht in die Kitas zurück dürfen. Dafür erstellen wir Betreuer nun ein Sicherheitskonzept, welches wir nach den Vorgaben für Kindertagesstätten während der Corona- Krise anpassen. Auch beobachten wir die weitere Entwicklung. Zum jetzigen Stand können wir in den Sommerferien nur eine Notbetreuung anbieten mit einer begrenzten Kinderzahl und angepassten Betreuungszeiten.

Auch sind unsere durchgeplanten Wochenpläne für die Ferien diesmal nicht in gewohnter Form möglich, da vieles aufgrund der Krise nicht umsetzbar  ist, so wollen wir z.B. zunächst vermeiden, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Geplant ist auch eine Videokonferenz mit den Eltern, um aufkommende Fragen klären zu können.

Der Miniclub hilft von Zuhause aus

Momentan müssen die Eltern also größtenteils die Betreuung ihrer Kinder selbst regeln und wir Betreuer stehen nur über die Plattform Yammer mit ihnen in Kontakt.

Diese wird aber nicht von allen Eltern genutzt. Dennoch werden dort täglich von uns Betreuern Beschäftigungsangebote gepostet:

  • Bastelanleitungen
  • Zugänge zu Hörspielen
  • Zugänge zu E-Papern
  • Sportangebote, wie z.B. „Albas tägliche Sportstunde“
  • Links zu Museen, die einen Livestream bereitstellen
  • Rezepte
  • Malvorlagen

Meine Kinder müssen von Zuhause aus oft die Bastelanleitungen und Rezepte selbst ausprobieren, wie z.B.

  • selbstgemachte Knete
  • Salzteig
  • Quarkbrötchen
  • selbstgemachter Schleim
  • Regenbogenbanner
  • Steine bemalen
  • Boote aus Eierkartons basteln

Auch haben wir die Kinder dazu aufgerufen, uns Betreuern zu schreiben, was sie so machen und wie es ihnen in dieser für uns alle ungewohnten Zeit geht.

Leider ist bis jetzt nur ein Kind dem nachgekommen. Geplant sind wöchentliche Challenges, um das Interesse der Kinder zu wecken.

Was können wir noch tun?

Zudem werden wir Betreuer die Zeit auch noch nutzen, um unser pädagogisches Konzept zu überarbeiten. Unsere zu betreuenden Kinder sind zur Zeit größtenteils unter 3 Jahren alt, was uns vor neue Herausforderungen in der Betreuung stellt, bezüglich Ausflüge, Betreuerschlüssel, Regelungen zum Wickeln, etc.. Auch ist die Impfpflicht und deren Überprüfung im Miniclub hinzugekommen.

Wir Betreuer arbeiten nun daran, dass der Miniclub in den Sommerferien wieder schrittweise öffnen kann.

Eine Kinderbetreuung kann nur bedingt in Homeoffice gehen, aber durch die Verbesserung unseres pädagogischen Konzepts und den Kontakt und die Hilfestellungen über die Plattform Yammer, hoffen wir, dennoch einen kleinen Beitrag in dieser Krise leisten zu können.

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