sipgate Foto-Edition mit Laurenz Berges

Cornhold
07.06.2021 0 3:18 min

Seitdem es sipgate gibt, hat Kunst bei uns immer eine große Rolle gespielt.
Angefangen hat es mit einer eigenen Kunstsammlung. Dann kamen Ausstellungen mit eingeladenen Künstler:innen,  Sponsoring von Projekten und seit etwa drei Jahren gehört auch unser eigener Ausstellungsraum sipgate shows dazu. Die spannende Welt des kulturellen Engagements und Austauschs hat allerdings im letzten Jahr durch Covid starke Einschränkungen erfahren.

Der Künstler mit der Maske…und dem Motiv.

Weltweit waren die Museen und Galerien geschlossen, Veranstaltungen wurden verschoben oder ganz abgesagt, eine schwierige Zeit vor allem für diejenigen, die in diesen Bereichen arbeiten, aber auch für alle Besucher:innen, Fans und kulturinteressierten Menschen. Auch bei sipgate mussten wir einige Projekte verschieben oder sogar komplett absagen. Gleichzeitig aber wurde überall weitergearbeitet, wenngleich vielfach im Home Office, und auch Künstler:innen und Kurator:innen haben neue Projekte realisiert, Ausstellungen digitalisiert und online präsentiert, Kunstmessen fanden im Netz statt.

Eine Kunst-Edition für alle Mitarbeiter:innen

Durch diesen Wandel bekamen die jeweils eigenen vier Wände eine andere Präsenz. Bei sipgate haben wir Ende letzten Jahres uns die „In-N-Out-Kunst“ überlegt, Werke aus unserer Sammlung, dia man sich fürs Home Office leihen kann. Außerdem sind wir auf die Idee gekommen, gemeinsam mit dem Düsseldorfer Künstler Laurenz Berges, den wir 2019 bei sipgate shows in der Ausstellung „Real Places“ zusammen mit Simone Nieweg gezeigt haben, eine Kunst-Edition für Mitarbeiter:innen zu entwickeln.
Laurenz ist 1966 in Cloppenburg geboren, lebt in Düsseldorf und hat dort an der Kunstakademie bei Bernd und Hilla Becher Fotokunst studiert.
In seiner künstlerischen Arbeit richtet Laurenz den Fokus auf Orte, die von Menschen zurückgelassen werden. Eine seiner ersten Foto-Serien hatte die leeren russischen Militärkasernen in Ostdeutschland nach dem Mauerfall zum Thema. 2020 hatte Laurenz eine große Ausstellung in Josef Albers Museum in Bottrop.

Mudersbach, 2020 – ein analog produziertes Farbfoto x 270

Der Titel der Edition ist„Mudersbach 2020“. Es ist ein Farbfoto, welches der Künstler selbst im Atelier als Papierabzug produziert hat.
Es ist freiliegend in einem hellgrauen Holzrahmen montiert, man sieht am Motivrand im Anschnitt den Rand des 5 x 7 inch Negativ-Streifens. Es zeigt ein altes Telefon auf einem grün-blauen Teppichboden, ein weiterer verlassener Ort, den Laurenz auf einem seiner Streifzüge entdeckt hat. Durch den alten Telefonapparat wirkt das Bild historisch, beim Anblick meint man sich auf eine Zeitreise zu begeben. Die Motivwahl des Künstlers ist ein Augenzwinkern gen sipgate.

Graf Zahl im Nebenberuf und alles mit links.

Die Edition ist in einer Auflage von 270 Exemplaren erschienen, von denen jedes rückseitig nummeriert und signiert ist. Alle Mitarbeiter:innen haben diese Edition nach Hause geschickt bekommen. Als Geste steht die Fotografie von Laurenz für all die Werke, die bei uns im Bürohaus hängen und zur Zeit nur eingeschränkt zu sehen sind, aber auch für all die Ausstellungen und Momente der Begegnung mit Kunst, die zuletzt nicht möglich waren.
Als Nebeneffekt lässt sich so das Home Office ein wenig umgestalten oder das Werk ist vielleicht der Auftakt für die eigene Kunstsammlung. Das Feedback jedenfalls war großartig! Dass die eine oder andere Mitarbeiter:in nicht unmittelbar einen Zugang zum Werk findet, kommt natürlich vor. Aber es gibt auch Menschen, die keine Pizza mögen und Kunst altert deutlich besser als Pizza. Denkbar ist es jedenfalls, das Projekt künftig fortzusetzen im Dialog mit den verschiedenen künstlerischen Positionen unserer Kunstsammlung. Und dann gibt es wieder Kunst im Paket. Durchgezählt, wenigsten bis 270 ;-)

Beim Signieren verzählt. Eat, count, repeat.

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