Jetzt aktiv werden - EU befragt Bürger zu geeigneten Massnahmen gegen Internetfilter

Thilo
09.10.2012 36 3:48 min

[Update vom 14.10.2012: Wir haben einen Vorschlag für zwei Regulierungsmassnahmen erarbeitet und unsere eigene Eingabe bei der Kommission in dieser Sache veröffentlicht.]

Seit inzwischen mehr als sieben Jahren bieten wir unsere VoIP-Produkte an, die viele von Ihnen nutzen. Als VoIP-Anbieter haben wir, anders als der Großteil anderer Anbieter, immer Wert darauf gelegt, dass unsere Dienste unabhängig von einem bestimmten Internetzugang zu nutzen sind.

Uns ist es wichtig, dass Sie sich auch in Zukunft unsere Produkte zusammen mit dem in Ihrer Situation idealen Internetzugang einsetzen können. Leider mussten wir feststellen, dass gerade Mobilfunkanbieter, aber auch Festnetzgesellschaften, die Nutzung von VoIP und anderen Diensten zunehmend einschränken.

Derzeit untersucht die EU-Komission, auf welche Weise am besten sicherzustellen ist, dass Sie als Internetnutzer alle Dienste, die Ihnen wichtig sind (wie beispielsweise VoIP), auch wirklich nutzen können. Um die aktuelle Situation im Markt besser zu verstehen, und um daraufhin geeignete Regeln für Internetzugänge festzulegen, bittet die EU-Kommission Bürger und Unternehmen um Ihre Erfahrungen und Meinungen.

Wenn Ihnen daran gelegen ist, in Zukunft VoIP oder auch andere Dienste, wie WhatsApp etc., nutzen zu können, ohne dass Ihr Internetanbieter den Zugang hierzu sperrt, dann empfehlen wir Ihnen, an der ausgeschriebenen Anhörung teilzunehmen.

Unserem Verständnis nach, sind folgende Punkte der EU-Kommission wichtig:

  • Welchen Anbieter nutzen Sie? (T-Mobile, Vodafone, Congstar, Drillisch, etc.)
  • Welche Internetangebote möchten Sie nutzen, können es aber nicht, weil Ihr Internetanbieter den Zugang dazu sperrt oder stört bzw. zusätzliche Entgelte verlangt? (Z.B. sipgate, Skype, WhatsApp, etc.)
  • Wenn Sie bereits bei der Bestellung des Internetzugangs von den Einschränkungen wussten, warum haben Sie sich dennoch für diesen Vertrag entschieden? (Besserer Empfang Zuhause/am Arbeitsplatz/in der Schule, Arbeitgeber zahlt mein Handy, besseres Handy-Angebot, preiswerter, etc.)
  • Wenn Sie ein Unternehmen vertreten, sollte klar sein, was das Unternehmen macht und wie groß es ist.
  • Alle weiteren Dinge, die Ihnen in Ihrer Situation wichtig erscheinen.

Ihre Eingabe können Sie einfach bis zum 15. Oktober auf deutsch oder englisch per E-Mail an

cnect-netneutrality@ec.europa.eu

schicken. Wir bitten darum, freundlich und sachlich zu schreiben. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Namen anzugeben.

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, haben wir einige, uns bekannte Probleme, vorformuliert und eine Beispiel-E-Mail an die Kommission verfasst. In dieser E-Mail gehen wir davon aus, dass Sie, wie die meisten deutschen Internetnutzer, schon Bekanntschaft mit Netzsperren gemacht haben. Je genauer – und auf Ihre Probleme zugeschnittener – Sie Ihre Erfahrungen schildern, desto besser für die Kommission. Sollten Sie überraschenderweise noch keine Erfahrungen mit Netzsperren gemacht haben, können Sie schildern, welchen Umgang mit gegen Sperren Sie sich wünschen.

Weitere Informationen zur Anhörung finden Sie auf der Seite der Kommission unter http://ec.europa.eu/digital-agenda/en/line-public-consultation-specific-aspects-transparency-traffic-management-and-switching-open. Sie können übrigens sowohl per E-Mail teilnehmen, als auch Fragen aus einem detaillierten Katalog online beantworten. Leider liegen sowohl die Fragen als auch das Online-Formular nur auf englisch vor.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen würden, für freie und unbeschränkte Internetzugänge einzutreten. Wir glauben ein unzensierter Zugang ohne Extrakosten zu allen Internetangeboten, sei es sipgate, sei es Skype, sei es Ihr Lieblingsblog, liegt im Interesse aller Internetnutzer. Jetzt besteht die Möglichkeit auf die Gestaltung der Internetregulierung Einfluss zu nehmen. Bitte nutzen Sie sie.

[Update 9.10.2012: Überschrift geändert. Kleine sprachliche Korrekturen.]

[Update 10.10.2012: Anders als in ursprünglich geschildert, ist die Angabe einer Adresse zur Teilnahme an der Anhörung nicht erforderlich.]

[Update 11.10.2012 22:15: Die oben verlinkte Webseite der EU ist offenbar seit kurzem nicht mehr erreichbar. Zur Zeit erscheint dort die Meldung „You are not authorized to access this page.“. Der Grund für die Sperrung der Webseite ist uns nicht bekannt. Eine entsprechende Anfrage an die EU ist aber bereits erfolgt. Da die angesprochene Webseite derzeit noch von der EU selbst verlinkt wird (von http://europa.eu/rapid/press-release_IP-12-817_en.htm?locale=en als auch von http://ec.europa.eu/digital-agenda/en/net-neutrality), hoffen wir, dass die Webseite bald wieder erreichbar ist.]

[Update 12.10.2012 12:00: Die oben verlinkte Webseite der EU ist nun wieder erreichbar.]

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36 Kommentare


Jörg Goth:

Ich finde, das eine Einschränkung auch dazu missbraucht werden kann, bestimmte Informationen gezielt zu blockieren, oder zu zensieren.
Hier haben die dementsprechenden Netzanbieter freie Hand, denn man würde eine solche Handhabung nur schwer aufdecken können, zumal in den AGBs bestimmte „Fehler“ , auf diese man sich dann berufen kann, schon tituliert wurden.

Auf der anderen Seite lässt eine solche Maßregelung bzw. üÜerprüfung der Internetanbieter zu, das „staatliche“ Institutionen auch Eingriff auf den Internettransfer nehmen kann. Denn sie müssen ja dann „überprüfen“ ob die Maßregelungen eingehalten werden.

Dennoch bin ich für ein offenes Internet, aber auch für eine bessere Schulung unserer Exekutive, Judikative und vor allem frischere jüngere und menschlichere Legislative (Kinderpornografie aus dem Netz!) um direkte Strafverfolgung daraus zu erlauben.

@Seelen:

Leider Thema nicht verstanden. Note 6!
Hier geht es darum, das eine Lobby versucht freie System aus zu schließen. Ich finde diese defensive Variante von Widerstand richtig, und freue mich das eine Firma auch von der Brisanz weiß.
Zum Thema Newsletter bzw. Menüstruktur wäre aber Seitens sipgate mal nett.. auch schon mehrfach gesagt worden, hier muss ich Recht geben! ;)

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Jürgen:

Durch Dienste wie Sipgate konnten wir immer unsere Rufnummern behalten und waren zum Teil nicht von den „Spielchen“ der I-Net Provider abhängig. Das ist ein ganz wichtiger Fakt, der nicht von der Hand zu weisen ist! Diese Freiheit sollten wir uns nicht nehmen lassen, auch wenn noch so „Fadenscheinige“ Argumente von Seiten der I-Net Provider kommen. Die nächste Einschränkung von Seiten der I-Net Provider steht schon in den Startlöchern und wird bereits beim Kunden (KD und 1und1) umgesetzt!!!! Es handelt sich um sogenannte Hardware Konfiguration per MAC Adressen. Damit wird der Kunde gezwungen, eine bestimmte Hardware von dem Provider zu nutzen und kann sie auch nicht mehr austauschen, damit der Provider (so die offizielle Variante) sichere Konfigurationen beim Kunden hinterlegen kann. Tatsächlich steckt aber eine ganz andere Idee dahinter. So können I-Net Provider die Konfiguration beim Kunden ohne dessen Wissen abändern. Macht Euch selbst ein Bild von dieser Sache, da muss man kein großes Genie sein um zu verstehen, was eigentlich dahinter steckt. Kein Provider wie z. B. 1und1 versendet plötzlich kostenfrei an alle Kunden eine 7390, nur weil eine 7170 in die Jahre gekommen ist. Auch bei KD kann man nicht einfach (größer als 32.000 k/Bit !!!) die Hardware wechseln. Da wird auch seit langem die MAC und die Telefonnummer festgeschrieben (wird alles auf Ihrem Server hinterlegt und taucht gar nicht mehr im Modem oder der Fritzbox auf. Nochmal, die offizielle Antwort lautet ganz anders. *grins* Auch darüber sollten wir und die EU mal diskutieren.

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A. Nonymous:

Mein Internet-Provider ist KabelBW und ich habe bisher noch nicht bemerkt, dass irgendwelche Dienste eingeschränkt werden. Ich selber verwende Skype und VoIP, und das funktioniert problemlos. Ich möchte natürlich auch, dass das so bleibt.

Gruss, A.

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Thomas:

Der Fall ist doch wieder klar: Die Provider suchen neue Einnahmequellen, da sie viel in die Infrastruktur investiert haben (so zumindest der O-Ton). Ziel ist es also, Standardzugänge einzurichten, die dann mit Zusatzdiensten, wie z.B. VoIP oder VPN extra vom Kunden bezahlt werden sollen. Das klingt doch wieder mal nach Abzocke! Außerdem lässt sich dadurch der Kunde differenzierte in eine Nutzergruppe einordnen und kann gezielt ausgewertet werden, für was auch immer. Ich betrachte das alles als Einschränkung der Informationsfreuheit!
Ich selbst habe mit ALICE „noch“ keine Einschränkung, kenne das aber von V over UMTS mit VoIP.

Gruß
Th.

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Marius K.:

Voraus möchte ich gerne wissen wann und wie hat Sipgate über die Befragung erfahren?

Das Dokument „Public Consultation
on specific aspects of transparency, traffic management and switching in an Open Internet“ ist am 23.07.2012 vom Maembem erstellt. So viel zu den Zeitstempel von PDF Dokument.

Es ist unfassbar, dass so wichtige Umfrage ist von EU Kommission ohne Datum veröffentlicht.
Is es wirklich wahr das die Umfrage nur paar Tage läuft?
Sendeschluss Darum: 15 Oktober 2012 hat die liebe Kommission nicht vergessen!

Kommentar: Jede Beschränkungen des Internets ist gleich Freiheit Begrenzung.
Alle Provider sollten gesetzlich dazu verpflichtet werden, das Internetzugang ohne Einschränkung an den Endbenützer weiter gegeben wird, und das egal ob Kabelgebunden, über Lichtfaser oder über Funk an den Endterminal eintrifft, und:
EGAL WO EIN TERMINAL GEOGRAFISCH AN INTERNET ANGESCHLOSSEN IST!
Zu mindestens in Europäischer Union sollte sowas nicht zu Debatte stehen.

Bekannte Manipulationen von Internet Anbieter sollten gesetzlich abgeschafft werden.
Beispiel: Ich kann nicht mal eine eMail senden, weil mein Konto aus anderen Netzen nicht für das Senden via Outlook nicht funktioniert. Hier ist volle Freiheit und Mobilität gewaltig beschränkt.

Blockierung von UDP oder TCP Ports, von Diensten oder Contents kann nur dem Endbenützer überlassen werden, soweit er volljährig ist und eigenen Internetzugang benützt.

Eine Umfrage darüber ist daher schon als eine WARNUNG!
Ist das schon die Vorbereitung für eine neue falsche gesetzliche Entscheidung?

Warum will die EU Kommission solche Umfrage überhaupt abschließen?
Warum ist die Umfrage nicht nur an die Endbenützer gerichtet?
Warum sind so viele und so komplizierte Fragen gestellt?
Warum ist keine gesetzliche Frist für die Umfrage gewährleistet?
Warum ist in der Umfrage kein Beginn Datum angegeben?
Ist die Umfrage in den anderen EU Ländern offiziell gestartet?
Wer ist für die Umfrage seitens EU Kommission verantwortlich?

Also betrachten wir die Umfrage nicht als Fleißaufgabe für übermorgen, sondern fragen wir uns warum und wozu will man die auf diese Art und so schnell durchsätzen!

Gruss, Marius K.

antworten

Klaus:

Hallo, ich nutze seit vielen Jahren einen Ish/Unitymedia-Internetanschluss in Verbindung mit einem Sipgate-Telefonanschluss und kann nur Positives berichten. Weder mit meinem Internet-Provider und schon garnicht mit Sipgate hatte ich jemals Probleme. Die vertraglichen Download/Uploadwerte meines Account werden ohne Probleme erreicht und auch mit dem Sipgate Anschluß bin ich zu 100% zufrieden. Netzsperren habe ich ebenfalls bisher keine feststellen können. Gruss Klaus R.

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Manuel:

Hallo zusammen,
ich verwende keinen mobilen Tarif und bin seit Jahren Kunde bei 1und1. Ich habe bis heute keine Dienst benutzt der mir verwehrt wurde. Wie können sich so Leute wie ich äußern, damit andere zukünftig keine Beschränkung haben ?
Liebe Grüße
Manuel

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Müller:

Ich habe diese E-Mail an die EU-Adresse gesendet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde vom Anbieter Sipgate wie alle anderen Kunden auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht Stellung zu Einschränkungen von Internetzugängen beziehen zu können, da eine entsprechende Anhörung auf EU-Ebene stattfinde.

Meine Stellungnahme ist:

Ich wünsche mir, dass Sie sich dafür einsetzen, dass mir auch ohne Extrakosten zu meinem Internetzugang alle Angebote des freien, offenen Internets zur Verfügung stehen und dass die heute bestehenden Einschränkungen verschiedener Internetzugänge in Zukunft unterbleiben, wie etwa Drosselung des Datenverkehrs, Einschränkung gewisser Angebote, Vorrats- und andere verdachtslose Datenspeicherung oder Zensur aufgrund politisch korrekter Maßnahmen der EU-Administrationen bzw. Behörden.

Mit einer Veröffentlichung dieser E-Mail bin ich einverstanden.

Mit freundlichen Grüßen

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Bürger-Konsultation: Fordert Netzneutralität von der EU-Kommission ein, einfach per E-Mail:

[…] Dazu haben wir eine Beispiel-E-Mail auf deutsch oder englisch erstellt. (Vielen Dank an Sipgate für die Vorlage) Diese könnt ihr einfach ausfüllen und abschicken. Je individueller und […]

antworten

Dino75195:

Hallo zusammen, die Seite ist inzwischen wieder erreichbar.

Vielen Dank Sipgate Team für die Newsletter, auch wenn es fast zu wenig zeit ist, um viele Leute zu erreichen.

Gruß Robert

antworten

Yannic-Phillip:

Hallo Freunde,

ich habe eine Mail an die angegebene Adresse gesendet.
Leider bekam ich die Fehlermeldung „Mail delivery failed: returning message to sender“ zurück.
Was muss ich tun um die Mail abzusetzen?

Vielen Dank für Eure Hilfe
Yannic

antworten

Bäz:

Seltsam. Vertippt? Copy Paste Fehler? Bei mir funktioniert es.

antworten

Bergjeti:

Wohne in ländlicher Region Westdeutschlands. Telefon u. Internet läuft über Kabel an Masten. Wie? Ganz einfach: wenn eine Seite geladen wird, gehst Du zwischendurch schon mal eine Rauchen … , da nutzt auch kein High-speed-Rechner. Will nicht auf die üblen Entschuldigungspraktiken von T-online eingehen! Fand einen besseren Weg: ein pfiffiger Mann aus Lohmar (Schönenberg Computer GmbH) ermöglichte mir den schnellsten Internetzugang via Funk. Installation, Betrieb und Support sind einfach vorbildlich. – Wenn ich mir nun vorstelle, die EU mischt sich per Gesetzgebung ein, weil irgendwelchen Lobbyisten mal wieder die kreativen kleinen unternehmerischen Lösungen ein Dorn im Auge sind, dann kriege ich „nen Hals“ und . . .
Mein Appell: Hört auf die Fachleute vor Ort und nicht auf die sogenannten Berater der Lobbyisten.
Jede neue gesetzliche Regelung bedeutet ein MEHR an UNFREIHEIT !

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Dr. Neuber:

Folgende Mail habe ich soeben an die EU geschickt:

The European Commission

Answers to questions on specific aspects of transparency, traffic management and switching in an Open Internet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

rund 8 Monate im Jahr befinde ich mich im Bereich Mittelamerika. Bis auf Abfragen des Anrufbeantworters ist dann ein Festnetzanschluss in Europa nutzlos. Roaming über eine europäische Mobilnummer kommt wegen der exorbitanten Kosten nicht in Frage.

So nutze ich je nach Aufenthaltsland und -ort in Mittelamerika ausschließlich lokale Anbieter für Breitband und mobiles Telefon. Für stationäres Breitband z.B. KaribCable oder Cable&Wireless, für mobiles Breitband z.B. Cable&Wireless oder Digicel. Datenmengen zwischen 1 und 4 MB werden angeboten. Hierbei habe ich folgende Erfahrungen gemacht:

Voip Einschränkung gibt es nirgendwo, bei keinem Anbieter. Daher ist im gesamten Bereich Mittelamerikas einwandfreie Voip- Telefonie (z.B. über Sipgate oder Skype) Standard bereits bei Verbindungen von 1 MB und weniger. Sowohl über stationäres wie über mobiles Breitband.

Auf Grund dieser Erfahrungen im Ausland hatte ich zum Test über die Firma Sipgate eine lokale deutsche Telefonnummer eingerichtet. Hiermit konnte ich jederzeit über meine je nach Aufenthaltsort in Mittelamerika diversen Breitbandanschlüsse ausnahmslos ausgezeichnet kommunizieren.

Ich ging als selbstverständlich davon aus, dass in Europa bei den hier üblichen weit höheren Bandbreiten Voip mindestens in derselben Qualität angeboten würde wie dies in den oft herablassend Schwellen- oder Drittweltländer genannten Land- und Inselstaaten Mittelamerikas seit langem Standard ist. Weit gefehlt. Europa hinkt hier meilenweit hinterher.

In Deutschland ist Voip mobil über 7,2 MB Congstar eine Katastrophe, lokal selbst über 50 MB Telekom immer noch schlecht bis sehr schlecht. Da Voip Verbindungen aus Mittelamerika nach Europa bereits mit 1 MB hervorragend funktionieren, kann die miserable Voip Qualität trotz 7- bis 50- fachem Datendurchsatz in die Gegenrichtung nur daran liegen, dass Voip aus Deutschland systematisch blockiert wird.

Mit einer solchen Blockade eines außereuropäischen Standards hatte ich nicht gerechnet und zum Glück nur über prepaid oder mit monatlicher Kündigung abgeschlossen.

Telefon und Congstar geben die Blockade am Telefon unumwunden zu. An Voip Service bestehe keinerlei wirtschaftliches Interesse. DSL Flatrates plus Voip bringe deren Mobiltarife in Bedrängnis. Congstar verwies auf seine AGB, in denen Voip ausdrücklich ausgeschlossen ist. Allein O2 schließt Voip bei seiner mobilen DSL Flatrate zurzeit ausdrücklich ein. Also werde ich zu O2 wechseln.

Es ist beschämend, wie aus kurzsichtigem Profitstreben technischer Fortschritt mal wieder einen Bogen um Europa macht. Wenn ich in Mittelamerika zugeben muss, dass nicht nur deren öffentliches Nahverkehrssystem um Längen besser ist als das in Europa, sondern nun auch noch die Kommunikation über Voip.

Die frühere Bundespost wurde als Monopolist von der technischen Entwicklung überrollt, als sie weiterhin nur mobiles Telefon in der Größe eines Pkw Kofferraums zuließ, während rund um Deutschland bereits Handys üblich waren.

Die spätere Telekom hielt Voip lange Jahre für dummes Zeug, das sich schon technisch nicht durchsetzen würde.

Irrtum. Heute funktioniert Voip. Nur eben nicht in Europa, zumindest nicht in Deutschland.

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Adalberto:

Normally I don’t read article on blogs, however I would like to say that this write-up very pressured
me to chneck out and do it! Your writing style has been amazed me.
Thank you, very nicee post.

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