Beeinträchtigungen im Mobilfunk

Bastian
12.05.2020 2 3:36 min

In den letzten Tagen (Anfang Mai 2020) haben wir mit Mobilfunk-Störungen zu kämpfen. Durch die Corona-Krise arbeiten viele unserer Bestands-Firmenkunden aber auch viele neue Kunden im Home Office. Das führt dazu, dass Mobilfunk immer öfter und intensiver genutzt wird. Wir haben in den letzten Tagen erlebt, dass unser Mobilfunksystem an Kapazitätsgrenzen gestoßen ist.

Alle betroffenen Kunden bitten wir um Entschuldigung – es tut uns wirklich sehr leid.

Jeden Aussetzer dokumentieren und veröffentlichen wir. So füllte sich unsere Status-Page in den letzten Tagen mit einigen “Incidents”, also einem Vorfällen. An dieser Stelle informieren wir über die Hintergründe und erklären, wie wir dafür sorgen wollen, dass diese Art von Mobilfunk-Störung nie wieder auftreten kann.

Die Störungen

Die Störungen bestanden am Freitag (08.05.) und Montag (11.05.).

Am Freitag zwischen 10:59 Uhr und 13:00 Uhr war der Mobilfunk fast aller im sipgate Netz eingebuchten SIM-Karten gestört. Wer betroffen war, konnte vorübergehend keine Telefonate von einer sipgate SIM-Karte aus führen. VoIP/SIP-Telefonie war nicht betroffen.

Am Montag handelte es sich um zwei Vorfälle: Zum einen war ein geringer Teil der sipgate SIM-Karten eingehend vormittags zwischen 9:30 und 10:30 Uhr nicht erreichbar. Zum anderen bestand zwischen 18:47 Uhr bis 20:50 Uhr eine weitere Störung, die außer der eingehenden Telefonie auch die ausgehende Telefonie in unserem Mobilfunk-Core-Netz betraf. Einschränkungen in der VoIP/SIP-Telefonie bestanden nur für einen sehr kurzen Zeitraum direkt am Anfang.

Wer war betroffen?

Die meisten unserer Kunden dürften von diesen Beeinträchtigungen im Mobilfunk glücklicherweise nichts mitbekommen haben. Zum Glück waren nämlich nie sämtliche Kunden betroffen, sondern immer nur ein Teil.

Während der genannten Zeiträume waren einige Dienste stärker von Störungen betroffen als andere: Im Ausland abgehende Anrufe von der SIM-Karte führen eher stärker, im Inland Surfen weniger stark. Bewegte man sich und wechselte somit von einer Funkzelle zur nächsten, erhöhte das die Wahrscheinlichkeit, von einer der Störungen betroffen zu sein. Nutzer mit vielen Interaktionen dürften eher betroffen gewesen sein als Nutzer mit wenigen.

Was machen wir jetzt?

Zunächst mal sorgen wir weiterhin für Transparenz. Wir sind der festen Überzeugung, dass man als Telefonanbieter bei jeglicher Beeinträchtigung des Services die Pflicht hat, Kunden sofort und umfänglich zu informieren. Das erfolgt auch weiterhin unter status.sipgate.de.

Die ersten kleineren Störungen in unserem System gab es bereits zu Anfang der Corona-Krise vor acht Wochen. Seitdem haben wir unser Monitoring verbessert, um schneller erkennen zu können, wo die Ursachen der Störungen liegen und gezielte Verbesserungen an einzelnen Stellen vorgenommen.

Erst letzte Woche hat die Analyse der Systeme den entscheidenden Hinweis geliefert, der es uns nun ermöglicht, eine umfassende Systemskalierung an den richtigen Stellen vorzunehmen. Um zu verhindern, dass die Beeinträchtigungen weiterhin auftreten, gründeten wir schon letzte Woche eine Task-Force. Diese arbeitete das ganze Wochenende durch und ist noch immer aktiv. Den Kolleginnen und Kollegen gelang es mittlerweile, die betroffene Komponente zu lokalisieren und unsere Dienste kurzfristig zu stabilisieren. Wir gehen im Moment davon aus, dass wir so weitere Beeinträchtigungen im Mobilfunk möglichst gering halten können. Die betroffenen Netzkomponenten werden selbstverständlich genau überwacht. Selbst wenn es noch einmal zu einer Störung kommen sollte, werden wir schon bei den ersten Anzeichen eingreifen und die betroffenen Komponenten von Hand stabilisieren – mit dem Ziel, die Auswirkungen auf Kunden zu minimieren.

Zusätzlich werden wir die Skalierung unserer Systeme jetzt schneller vorantreiben. Die veränderten Arbeitswirklichkeiten, die sich bei vielen unserer Kunden durch das Corona-bedingte Home Office eingestellt haben, haben zu einer signifikanten und dauerhaften Niveauverschiebung in der Nutzung unserer Mobilfunkdienste geführt. Anders gesagt: Skalierungsthemen, die vor Corona vermutlich noch ein bis zwei Jahre Zeit gehabt hätten, sind jetzt dringend geworden. Die nötigen technischen Umbauten werden unser Team die nächsten Monate beschäftigen.

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2 Kommentare


Werner:

Vielen Dank für die – wie von Sipgate gewohnt – offene Kommunikation, auch bei Fehlern. Bedingt durch Home Office wird Mobilfunk mehr genutzt zur Telefonie. Im Home Office sollte man allerdings meines Erachtens immer eine zweite Möglichkeit zum Telefonieren griffbereit haben. Beispielsweise als Notnagel Voip Telefonie über eine Sipgate Festnetznummer und – oder die Sipgate Satellite App. Bei eingehenden Anrufen sieht es etwas anders aus. Im Home Office sollte man bei Daten meines Erachtens immer VDSL oder alternativ Kabel sowie in der Rückhand immer Mobilfunk für Daten haben um damit gegebenenfalls mit VOIP mit Sipgate bzw. mit der Grandwire oder Bria App am Smartphone oder mit der Sipgate Satellite App telefonieren zu können. Meine Meinung dazu, bin aber kein Experte.

antworten

    Werner:

    Vor allem finde ich für Firmen wichtig, Sipgate Team zu nutzen um auf der sicheren Seite zu sein. Gerade jetzt im Home Office finde ich das wichtig. Als Ersatzlösung Sipgate Satellite Sipgate Basic und ein Backup für die Daten, beispielsweise VDSL oder Kabel und Mobilfunk zu haben, sodass wenn das hauptsächlich für Daten genutzte – beispielsweise VDSL – ausfällt, sofort ein Backup im Mobilfunk vorhanden ist.

    antworten

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