Warum ihr euch jetzt mit dem Thema eSIM beschäftigen solltet

Philipp
25.05.2020 11 2:15 min

Lange gab es wenig Bewegung im Mobilfunkmarkt. Mit der eSIM könnte sich das 2020 ändern. Vor allem, weil es für Kund:innen nun echte Vorteile gibt.

In unserem letzten Blogeintrag haben wir darüber geschrieben, warum 2020 das Jahr für die eSIM sein könnte: immer mehr mobile Nutzer, immer mehr eSIM-fähige Geräte – von Smartphones, über Tablets und Smartwatches. Doch das ist nicht alles. Denn mit der eSIM könnt ihr euer Smartphone nun noch flexibler nutzen. Wir stellen euch die drei wichtigsten Vorteile vor…

  1. Neue Dynamik bringt neue Tarife und günstigere Preise
    Eigentlich wurde das Ende der Plastik-SIM schon vor Jahren vorhergesagt. Aber da die drei Telekommunikationsriesen – Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland – kein wirkliches Interesse daran hatten, sich von der Plastik-SIM zu verabschieden. 2020 sieht das anders aus. Da mittlerweile genügend Geräte eSIM-fähig sind, kommen neue Anbieter auf den Markt. Das sorgt für neue Tarife und Angebote. Z.B. Urlaubsdatentarife oder die Möglichkeit, das eigene Smartphone funklochsicher zu machen.
  2. Der Netflix-Effekt
    Alle lieben Netflix, weil zu jeder Tages- und Nachtzeit Optionen angepasst, dazugebucht oder das Konto auch wieder gekündigt werden kann. Diesen Effekt werden wir auch im Mobilfunk erleben. Denn das Hantieren mit Plastik-SIM-Karten gehört jetzt der Vergangenheit an, innerhalb weniger Minuten kann die eSIM aktiviert und deaktiviert werden – perfekt für jeden, der flexibel bleiben will und sich nicht auf Jahre hinweg an einen Anbieter binden lassen will.
  3. Neue Produktivität
    Unternehmen haben eigentlich einen ziemlich hohen Aufwand und hohe Kosten bei der Verwaltung von Firmen-Smartphones und den dazugehörigen Verträgen. Mit der eSIM wird das für diese Firmen und deren Mitarbeiter:innen einfacher. Bei dem richtigen Anbieter (hust) sorgt eSIM hier für mehr Effizienz: Verträge können jederzeit papier- und plastiklos angepasst oder gekündigt werden. Dank eSIM ist nichtmal die Anschaffung von Firmengeräten notwendig und mit wenigen Klicks sind auch die Vorteile der Firmen-Telefonanlage auf dem Smartphone verfügbar.

Kennt ihr schon die wichtigsten Vorteile der eSIM oder geht es euch wie 86 Prozent der Deutschen, die mit dem Begriff nichts anfangen können?

Ist euer Smartphone schon eSIM-fähig? Und nutzt ihr die vielen Vorteile schon? Teilt eure Erfahrungen mal mit uns.

Wer sich weiter zum Thema eSIM informieren möchte, dem empfehle ich einen Blick in die aktuelle eSIM-Studie von YouGov und in unser 33 Seiten starkes eSIM-Pressekit zu werfen. Auch interessant: Unsere eSIM-Blog-Kategorie.

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11 Kommentare


Werner:

Hallo Philipp, hallo an alle,
dass 86 % mit dem Begriff E-Sim nichts anfangen können wie auf https://www.sipgate.de/esim/studie mitgeteilt, befürchte ich – leider – auch. Ich bin bei Punkt 1 nur teilweise Deiner Meinung. In Punkt 1 stimme ich folgender Aussage nicht zu. „Da mittlerweile genügend Geräte eSIM-fähig sind, kommen neue Anbieter auf den Markt. “ Das meiste von den Smartphone mit E-Sim sind einmal die Iphone Geräte die nicht zu den günstigen Geräten gehören und sich daher nicht jeder leisten kann oder will, das gilt auch für Firmen nicht nur für uns Privatpersonen. Dann sind es Google Smartphones die zumindest im Verhältnis von anderen Android Smartphone (noch?) zu teuer sind. Das andere wie Samsung S20 u.a. sind zu teuer. Dann gibt es noch ein Smartphone an das ich mich zumindest erinnere im Billig Sektor, dem es an der Ausstattung für eine vernünftige Nutzung fehlt. Die neuesten Huawei Geräte die E-Sim unterstützen sind ohne Google Dienste, also für die meisten auch nicht empfehlenswert und für die meisten nicht nutzbar, unabhängig vom Preis. Erst dann wenn nicht nur Google eigene Pixel Smartphones sondern eine größere Anzahl anderer Android Smartphone Hersteller entscheiden sollten E-Sim in ihren Geräten nutzbar zu machen kann und wird sich E-Sim in der Masse anfangen durchzusetzen. Sipgate geht den richtigen Weg, mit Sipgate, Simquadrat und Sipgate Satellite App, aber die Hersteller sind in der Masse noch nicht bereit E-Sim zu unterstützen. Sipgate macht die E-Sim Nutzung einfach, das ist richtig so, aber ohne Smartphones mit E-Sim in der Masse reicht das nicht aus. Meine Frau und ich würden gerne mit unseren Androiden ZTE 9 Pro und ZTE 10 Pro E-Sim nutzen, geht aber nicht. Vor noch nicht all zu langer Zeit haben wir die beiden Smartphone erst gekauft, eine Möglichkeit für bezahlbare E-Sim Android Smartphone gab es nicht und daran hapert es immer noch. Bei Punkt 2 stimme ich Dir zu. Auch als Erwerbsmindungsrentner der nicht mehr davon betroffen ist stimme ich Dir auch bei Punkt 3 zu. Meine Frau und ich würden gerne E-Sim nutzen, aber siehe dazu oben geschriebenes.

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    Philipp:

    Hallo Werner,
    ja, du hast recht in dem Punkt, dass die Geräteauswahl aktuell noch überschaubar ist. Aber die „großen“ Anbieter haben alle mindestens eine Reihe, die eSIM unterstützt. Und ja, die Geräte sind nicht die günstigsten Smartphones auf dem Markt. Du hast das ZTE 10 Pro angesprochen, welches bei Markteinführung 599 Euro gekostet hat. Das aktuelle Apple iPhone SE startet bei 479 Euro. Hier geht es also schon „etwas günstiger“ los. Bis die 200 Euro-Geräte alle die eSIM haben, kann es aber noch etwas dauern. Ich finde trotz allem, dass die eSIM auch bei den Herstellern immer weiter in den Mittelpunkt rückt. Ich könnte mir vorstellen, dass ein weiteres unter dem Samsung S20 angesiedeltes Smartphone (mit eSIM) die Durchdringung vorantreiben wird.
    Viele Grüße
    Philipp

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      Werner:

      Mit dem Iphone SE hast Du sicher recht Philipp.
      Meine Frau und ich möchten aber bei den Androiden bleiben, die meisten Nutzer nutzen Androiden. Ich kann es nicht mehr genau sagen so etwa 400 Euro hat jedes der ZTE Smartphones gekostet, zuerst das ZTE 9 Pro das ich nutze, dann das ZTE 10 pro das meine Frau nutzt hat auch so ungefähr soviel gekostet. Mehr als 400 Euro für ein Smartphone möchten wir nicht ausgeben, bei 2 Smartphones sind das dann schon 800 Euro. Wenn wenigstens in dem Bereich 200 Euro bis 400 Euro das E-Sim Android Smartphone Angebot größer wäre. Es wir erst richtig Fahrt aufnehmen mit E-Sim, wenn auch die 200 Euro Android Smartphone E-Sim können. Es wäre schon mal gut, wenn wenigstens die 200 – 400 Androiden E-Sim könnten. Bei den günstigeren Samsung unter dem Preis vom Samsung S20 sieht es auch noch nicht nach E-Sim meines Wissens aus. je eher günstiger Smartphone E-Sim bekommen, je eher wird sich E-sim durchsetzen. Gruß Werner

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Oliver W.:

In der Theorie klingt das alles toll, in der Praxis leider nicht. Wir haben in unserem Unternehmen jetzt ein paar Wochen die eSIM von sipgate im Einsatz gehabt mit ernüchternd Ergebnis. Die Kombi iPhone 11 Pro + o2-SIM + sipgate eSIM führt regelmäßig dazu, dass die Hauptkarte von o2 nicht mehr funktioniert. Da ist man plötzlich stundenlang nicht mehr erreichbar und merkt es nicht mal. Schuld ist am Ende natürlich keiner, sipgate sagt alles gut, o2 sagt alles gut, Apple sagt alles gut. Als Kunde sitzt man dann zwischen den Stühlen von drei Dienstleistern und ist schlechter erreichbar als vorher. Keine Ahnung ob es an iOS liegt oder das beide SIM-Karten o2 nutzen, auf jeden Fall steckt das Ganze noch in den Kinderschuhen und die Supportforen von Apple und Providern haben einige solcher Meldungen ohne Lösung zu bieten. Wir haben es inzwischen aufgegeben sipgate eSIMs produktiv als Dual-SIM-Lösung zu betreiben und schlagen uns wieder mit VoIP-Clients rum.

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    Philipp:

    Danke für deinen Erfahrungsbericht. Hört sich ja nicht so toll an.

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Peter:

Hallo Philipp,

ebenfalls ein Kommentar/Anmerkung:

Ich nutze simquadrat sein Anfang an als Hauptanschluss.
Gerade da wäre eSIM für mich nur zum Nachteil.

In meinem Fall habe ich ein iPhone 11 Pro, das eine physische SIM-Karte und eine eSIM aufnehmen kann.
So ist es auch bei anderen „High-End-Geräten“.

Wie Du schon selbst anmerkst, so ist man mit der eSIM sehr schnell flexibel.
Und genau deshalb brauche ich den eSIM „Platz“ für unterwegs, und „schlimmer“ noch in der Schweiz, da simquadrat bis heute die Schweiz nicht inkludiert.
D.h. alle paar Tage aktivere ich mir die passende eSIM für meine Bedürfnisse unterwegs und bin immer erreichbar mit der physischen sipgate-Plastikkarte.

Ich habe keinen Einblick in eure Interna, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr überhaupt den „Netflix-Effekt“ wollt.
Ihr wollt doch „Stammkunden“, oder nicht!?

Ich finde eSIM super und auch toll, dass ihr euch da so reinhängt.
Aber für „Stammkunden“ wäre der Wechsel mit Einschränkungen verbunden.

Was mich „enttäuscht“ ist die Tatsache, dass ich zum Beispiel eure eSIM gar nicht auf der Apple Watch nutzen kann.
Du schreibst aber im Artikel „Smartwatches“. Hat sich da was geändert? Laut meinem letzten Kontakt mit euch „leider nein“.
Mh, ich sehe den Artikel hier im Kontext mit euch und da geht das gar nicht.

Viele Grüße

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    Philipp:

    Danke für deine Anmerkungen. Wir glauben an das Potenzial der eSIM. Schon heute bietet die eSIM viele Vorteile in der Anwendung, z. B. eine zweite Rufnummer auf dem Handy. Ich denke, dass hier in Zukunft noch viele weitere spannende Szenarien möglich werden, die heute kaum jemand auf dem Schirm hat. Und das Thema Apple Watch ist uns bekannt und wichtig. Die Umsetzung ist jedoch leider nicht so leicht wie bei anderen Smartwatches, bei denen wir die eSIM bereits unterstützen.

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    Werner:

    Peter ich weiß nicht ob es Dir etwas nützt oder für Dich hilfreich sein könnte, aber vielleicht wäre die Sipgate Satellite App für Dich eine Lösung. Mit der Sipgate Satellite App bist Du weltweit für Telefonate (Mobilfunk+Festnetz) erreichbar, so als wärst Du in Deutschland. Für Telefonate aus dem Schweizer Mobilfunk oder Festnetz der Schweiz bist Du mit der Satellite App leider nicht erreichbar. Die Schweiz ist halt Teuer auch in den Roaminggebühren, Sipgate Satellite ist ja stark daran die Schweiz mit einzubeziehen, leider hat es aber wegen der genannten Gebühren bisher nicht geklappt. Natürlich benötigt man zur Nutzung von der Sipgate Satellite App Daten, entweder WLAN oder eine örtliche Daten Sim von der Schweiz. Vielleicht ist die hilfreich für Dich, nicht nur für die Schweiz, den die Sipgate Satellite App kann ja in 64 Ländern, incl. Deutschland genutzt werden. Wollte dies nur als Idee, Anregung mitteilen.

    antworten

      Peter:

      Hallo Werner,

      vielen Dank für Deine Anmerkung.

      Leider nein, die satellite App ist für mich totales Spielzeug.
      Das meine ich nicht beleidigend, aber wer gehört zu dieser Zielgruppe?
      Jeder nimmt nur die die Freiminuten mit. Ernsthafte native Erreichbarkeit ist mit dem Produkt nicht möglich, da es eine Internetverbindung voraussetzt. Somit ist es gerade für die Schweiz und andere Drittländer total ungeeignet. Wenn ich eine Datenverbindung unterwegs brauche, dann habe ich ja somit eine Schweizer SIM-Karte.
      Und genau hierfür nehme ich immer eSIMs in den Ländern mit super schnellem Wechsel.
      Da wäre ich plemplem, wenn ich simquarat auf eSIM wechseln würde. Das wäre eklatanter Komfortverlust.

      Ich verwende satellite als “Wegwerfnummer” für eBay Kleinanzeigen etc.

      Sipgate hat mit siquadrat das mega starke Produkte im Portfolio!
      Sämtliche Motivation und Anstrengung scheint aber komplett verloren.
      Mit simquarat habe ich native Telefonie mit abgehenden Festnetznummern (Plural und immer wählbar)
      Seit simquarat habe ich keinen Telefonanschluss mehr zuhause und im Büro.
      Ich habe drei Festnetznummern und eine Mobilfunknummer.
      Jede als Absenderufnummer frei setzbar.

      Das beste Mobilfunkprodukt für mich am Markt.
      Nicht das günstigste, aber dafür bekomme ich das Feature mit den Rufnummern, das mir den Gegenwert bietet.

      Mir gefällt aber nicht, dass Sipgate von Produkt zu Produkt hüpft.
      sipgate SIM, simquadrat, API, satellite.
      Und jedes Mal ist das Interesse am vorherigen Produkt bei Null.
      Newsletter simquadrat? Jahre her!? Neue Features? Ideen und Zuspruch gab es im damaligen Forum endlos.

      Liest sich negativ, aber ich mag sipgate/simquarat :)

      antworten

Werner:

Peter bist Du denn dann mit der Simquadrat Simkarte nicht bestens ausgerüstet, unterwegs kannst Du nach Bedarf örtliche E-Sim beim Iphone aktivieren. Oder mache ich einen Denkfehler?

antworten

    Peter:

    Hallo Werner,

    Du denkst absolut richtig. Genau so praktiziere ich es seit Jahren.
    Und das ist alles super.

    Umso mehr wundert mich es eben, dass sipgate den Netflix-Effekt als positives Kriterium anführt.
    Das ist mir eben nicht verständlich. Siehe nochmals meinen Initialen Kommentar, da greife ich das auf.

    Wie Philipp schreibt, so glaube ich auch an die eSIM.
    Bzw. die Sache ist durch und “etabliert” – das ist genial.
    Gerade eben bei regionalen Wechseln.

    Das und eben den fehlende Apple Watch eSIM Support habe ich eingangs kritisiert :)
    Das eine Apple eSIM deutlich komplizierter ist finde ich interessant und würde gerne mehr Details dazu lesen, aber in der Summe darf das keine Erklärung sein, warum wir sie nicht haben :-p
    Da wäre es schön einen Ausblick zu bekommen, so wie sipgate das bei LTE (damals auch ein leidiges Thema gewesen) gemacht hat.

    Sowas lässt mich als Kunden positiv gestimmt zurück.

    Viele Grüße

    antworten

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