sipgate und Telekom
Ein direkter Vergleich – die wichtigsten Unterschiede in den einzelnen Kategorien, kurz und kompakt aufgeführt.

Anbieterportraits
Ein kurzer Blick in die Firmenhistorien der beiden Anbieter.
sipgate wurde 2004 in Düsseldorf gegründet und gehört damit zu den Pionieren der VoIP-Telefonie in Deutschland. Das Unternehmen hat sich über die Jahre konsequent auf Business-Telefonie fokussiert und wird heute von über 40.000 Unternehmen genutzt.
Mit sipgate.ai betreibt sipgate seit 2025 auch eine eigenständige Plattform für KI-basierte Sprachautomatisierung.
Die Telekom (T Business) ist mit Abstand der größte Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Ihr Geschäftskundenprodukt für Cloud-Telefonie heißt CompanyFlex Cloud PBX 2.0 und ist Teil eines umfassenden Portfolios aus Glasfaser, Mobilfunk, Managed Security und Cloud-Diensten. CompanyFlex wird stets in Kombination mit einem Telekom-Internetanschluss angeboten.
Eine reine Cloud-Telefonanlage ohne Anschluss ist nicht buchbar.
Preise
Die jeweilige Preisstruktur in einer ersten Übersicht.
Die sipgate Tarife beginnen bei 12,95 € pro Nutzer und Monat (business S, ohne Sprachflatrate), 17,95 € mit deutscher Allnet-Flat (business L) und 22,95 € mit EU-Flat (business XL). Mindestens zwei Nutzer sind erforderlich. Alle Verträge sind monatlich kündbar.
Die Telekom bündelt Internetanschluss, SIP Trunk und Cloud-Telefonanlage immer zusammen. CompanyFlex Cloud PBX 2.0 ist ab 57,90 € monatlich erhältlich, das umfasst allerdings Internetflat, Festnetz-Flat (DE und 18 weitere Länder), Konferenzpaket Basic und Durchwahlrufnummer.
Ein direkter Preisvergleich zwischen den beiden Anbietern ist schwierig, da die Telekom nur oben genannte Komplettpakete anbietet.
Einrichtung & Onboarding
Was die Einrichtung bei beiden Anbietern bedeutet und worauf man sich einstellen sollte.
sipgate ist konsequent auf komfortablen Self-Service ausgelegt. Neue Nutzer können die Telefonanlage komplett online einrichten, ohne Hardware, ohne Techniker, ohne externen Dienstleister. Wer trotzdem Unterstützung möchte, findet diese beim sipgate Support oder bei zertifizierten Partnern aus dem sipgate Netzwerk.
Wer die KI-Agents von sipgate.ai nutzen möchte, hat die Wahl: einfacher Self-Service-Zugang oder begleitetes Onboarding mit einem Solution Consultant inklusive vierwöchiger Optimierungsphase nach Go-Live.
Bei der Telekom ist der Einstieg in der Regel beratungsintensiver. CompanyFlex kann über den Webkonfigurator teilweise selbst konfiguriert werden, aber komplexere Set-ups mit mehreren Standorten, SIP-Trunk-Anbindung oder Migration von einer bestehenden Anlage werden typischerweise durch T-Business-Berater begleitet.
Gegen Aufpreis ist ein umfangreicher Einrichtungsservice buchbar. Die Telekom bietet zudem ein Selbstadministrationsportal für die laufende Verwaltung.
Funktionsumfang
Die wichtigsten Funktionen beider Anbieter im Vergleich.
sipgate stellt als Cloud-Telefonanlage über 150 Funktionen bereit, die den gesamten Arbeitsalltag abdecken. Rufweiterleitungen, Anrufgruppen, IVR-Menüs, Voicemail und zeitbasiertes Routing gehören ebenso zum Standard wie HD-Telefonie und ein integriertes Fax. Die Anlage lässt sich über Browser, Desktop-App oder Mobilgerät bedienen, wobei jede Nebenstelle unabhängig vom Endgerät den vollen Funktionsumfang behält.
Für Teams relevant: sipgate Channels bündeln Gesprächsinhalte und Aufgaben teamweise an einem Ort, während das Routing über eine visuelle Oberfläche intuitiv konfigurierbar bleibt.
sipgate hebt sich mit einer Besonderheit ab, die kein direkter Mitbewerber in dieser Klasse bietet: der nativen Integration von Mobilfunk. SIM- und eSIM-Karten lassen sich direkt ins Telefonkonto einbinden, sodass Mitarbeitende unter einer einzigen Nummer erreichbar sind, egal ob am Schreibtisch oder unterwegs.
CompanyFlex Cloud PBX 2.0 bietet Telefonie, Audio- und Videokonferenzen, Messaging (Nachrichten- und Datenaustausch), Softclients für PC und Smartphone sowie die MagentaEINS Business Integration.
Damit können Mobiltelefone mit Telekom-Mobilfunkvertrag als vollwertige Nebenstellen eingebunden werden. Bis zu 1.000 parallele Gespräche und 750 Cloud-Arbeitsplätze sind möglich. MS Teams lässt sich als Oberfläche für die Telefonie nutzen.
Das BSI hat dem CompanyFlex SIP-Trunk das C5‑Testat ausgestellt, einen anerkannten Sicherheitsnachweis für Cloud-Dienste, der besonders für öffentliche Auftraggeber und regulierte Branchen relevant ist.
KI-Funktionen
Welche KI-Funktionen werden jeweils geboten und was bedeutet das in der Praxis.
sipgate bietet in seiner App Anruftranskription, Themenanalyse und Gesprächszusammenfassungen. Darüber hinaus betreibt sipgate mit sipgate.ai eine eigenständige Plattform für KI-Agents: Diese Agents übernehmen eingehende Anrufe vollständig autonom, greifen in Echtzeit auf CRM- und ERP-Daten zu, erstellen Tickets, buchen Termine und stoßen Automatisierungen an.
Besonderheit: Die AI Agents funktionieren telefonanlagenunabhängig, also auch mit NFON, 3CX oder anderen Systemen. Die Preise sind öffentlich einsehbar und starten bei 0,39 € pro Minute (flexibel) bzw. ab 0,18 € pro Minute in Minutenpaketen.
Die Telekom hat KI als strategisches Zukunftsthema mit dem Magenta‑AI-Call-Assistant prominent besetzt. Hierbei handelt es sich um eine netzbasierte KI-Assistenz, die sich per Sprachbefehl direkt in Telefonate zuschaltet und Funktionen wie Live-Übersetzung, Gesprächszusammenfassung und Frage-Antwort ohne App oder spezielle Hardware bietet. Der Start für Deutschland ist noch für 2026 geplant; konkrete Preise wurden nicht kommuniziert.
Für CompanyFlex Cloud PBX 2.0 gibt es zudem Voice AI Notes, eine KI-gestützte automatische Gesprächsnotiz-Funktion, die direkt in die Telefonanlage integriert ist.
Was fehlt, ist Kohärenz. Die KI-Produkte sind über verschiedene Plattformen verteilt, unterschiedlich buchbar und nicht als geschlossenes System erfahrbar.
Integrationen
Ein erster Überblick zu möglichen Anbindungen weiterer Software.
sipgate integriert über seine App neben einer Vielzahl anderer Software auch HubSpot, Salesforce, Pipedrive und Zoho (ab App Premium) sowie MS Teams. Über die sipgate REST-API und Push-API lassen sich eigene Integrationen bauen.
Die KI-Agents von sipgate.ai verbinden sich direkt mit CRM, ERP, Helpdesk, Kalender und Ticketsystemen.
CompanyFlex Cloud PBX 2.0 unterstützt MS Teams als Telefonoberfläche, CRM-Integrationen und die Anbindung an Google- und Microsoft-Kalender für Meetings. Der Funktionsumfang bei Drittanbieter-Integrationen ist weniger breit kommuniziert als bei spezialisierten Anbietern.
Die Stärke der Telekom liegt eher in der eigenen Infrastruktur (Netz, Mobilfunk, Sicherheit) als in der Tiefe von Software-Integrationen. Was fehlt, ist ein offenes, transparentes Ökosystem mit gebrauchsfertigen Konnektoren.
Infrastruktur & Datenschutz
Technische Infrastruktur, Serverstandorte und Datenschutzstandards im Vergleich.
sipgate betreibt seine Infrastruktur ausschließlich in Deutschland. Firmenstandort, Server und Rechenzentren befinden sich allesamt hierzulande, was die Einhaltung der DSGVO strukturell absichert. Für Ausfallsicherheit sorgt eine Redundanz über mehrere Rechenzentren mit hoher Sicherheitsstufe, ergänzt durch einen 24/7-Support im Störungsfall.
Benutzerkonten lassen sich per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern, sensible Gesprächsdaten verlassen zu keinem Zeitpunkt den deutschen Rechtsraum. Als gemeldetes Telekommunikationsunternehmen unterliegt sipgate den Pflichten des deutschen TKG, darunter Meldepflicht und Sicherheitskonzept gegenüber der Bundesnetzagentur.
Die Telekom betreibt ihre Infrastruktur ausschließlich in Deutschland, ist DSGVO-konform und unterliegt deutschem Recht. Das BSI C5-Testat für CompanyFlex SIP-Trunk ist ein besonders relevanter Sicherheitsnachweis für Behörden und regulierte Unternehmen.
Die Telekom verfügt über eines der leistungsstärksten Glasfasernetze in Deutschland.
Testphase
Ablauf, Zeitraum und Funktionalitäten der jeweiligen Testphasen.
sipgate bietet eine kostenlose 30-tägige Testphase direkt und ohne Vertriebskontakt: 50 Freiminuten ins deutsche Festnetz, 10 Minuten ins Mobilfunknetz, unbegrenzt eingehende Anrufe.
Für sipgate AI Agents startet nach der Konfiguration eine 7-tägige Testphase mit vollem Funktionsumfang.
Die Telekom bietet keine Self-Service-Testphase für CompanyFlex; der Einstieg erfolgt über Konfiguration und ggf. Beratung.
Wer CompanyFlex evaluieren will, muss sich durch den Konfigurator arbeiten, ein verbindliches Angebot anfordern
Individuelle Angebote für große Unternehmen
Persönliche Betreuung & Premium Support
Nahtlose Integration in bestehende Systeme
AI-gestützte Funktionen für Ihre Teams
Maximale Sicherheit & perfekte Skalierbarkeit

Vor- und Nachteile im Überblick
sipgate ist eine gute Wahl für Unternehmen jeglicher Größe, die transparent kalkulieren wollen, unkompliziert in den Betrieb gehen möchten und Wert auf eine direkte Anbieterbeziehung legen.
Die Mobilfunk-Integration macht sipgate besonders interessant für Teams, die Festnetz und Mobile unter einem Dach vereinen wollen.
- Preise vollständig öffentlich und transparent
- Sofortiger Self-Service-Start, kein Techniker nötig
- Kostenlose Testphase ohne Vertriebskontakt
- Native Mobilfunk-Integration (SIM/eSIM) im Telefonkonto
- KI-Agents telefonanlagenunabhängig einsetzbar
- Direkter Support ohne Mittler
- Mindestens 2 Nutzer erforderlich
- Fokus auf Deutschland; internationale Skalierung eingeschränkt
Vor- und Nachteile im Überblick
Die Telekom ist die richtige Wahl für Unternehmen, die Internetanschluss, Mobilfunk und Telefonie aus einer Hand beziehen wollen und dabei auf ein starkes Netz, den höchsten Datenschutznachweis (BSI C5) und die Verlässlichkeit des größten deutschen Telekommunikationsanbieters Wert legen.
Für Unternehmen im öffentlichen Sektor oder in regulierten Branchen kann das C5-Testat ein entscheidendes Kriterium sein.
- Eigenes Glasfasernetz: Netz, Mobilfunk und Telefonie aus einer Hand
- BSI C5-Testat: höchster Sicherheitsnachweis für Cloud-Dienste
- MagentaEINS Business: Mobilfunk als Nebenstelle einbindbar
- Bis zu 1.000 parallele Gespräche, 750 Cloud-Arbeitsplätze
- Magenta-AI-Call-Assistant (2026 geplant)
- Höchstes Markenvertrauen und flächendeckende Präsenz in DE
- Tendenziell höherer Einstiegspreis durch Bundlestruktur
- Keine vollständig öffentliche Preisliste für alle Konfigurationen
- Kein Self-Service-Einstieg; oft beratungsintensiv
- Keine kostenlose Testphase
- KI-Angebote sind fragmentiert über mehrere Produkte verteilt
- Verbindliche Angebote für Integrationen erfordern Beratergespräch