Unsere Entwickler zu Besuch bei GitHub

Lukas
30.07.2018 0 4:17 min

Nur wenige Tools haben das Leben von Entwicklern in den letzten Jahren so stark beeinflusst wie GitHub. Daher ist dieses Symbol bzw. diese Figur auch in der globalen IT-Welt bekannt.

… die Octocat!

Gefühlt nutzt jedes IT-Unternehmen irgendwann GitHub. „NASA developers have used it; Facebook developers have used it; the White House has used it;“ behauptete 2015 der ehemalige CEO Chris Wanstrath. Auch wir bei sipgate benutzen GitHub und das schon ziemlich lange. Hinter der populären WebApplikation und Webseite, auf der man Software-Entwicklungsprojekte veröffentlichen und verwalten kann, steht mittlerweile ein agiles Unternehmen mit über 800 Mitarbeitern in San Francisco.

Glücklicherweise hatten Christian, Sebastian und ich während unserer Fortbildung auf der Google Cloud Next ’18 die Chance, das Büro von GitHub zu besuchen. Als „Gastgeschenk“ haben wir unsere 24 Work Hacks (natürlich!) und eine Flasche des Düsseldorfer Kräuterlikörs Killepitsch (natürlich!!) mitgebracht.

Das heutige GitHub ist, wie sipgate auch, aus einem Start-Up heraus entstanden. (Side fact: sipgate ist sogar 4 Jahre älter als GitHub. :)) Aber nicht nur die Historie, sondern auch unsere agilen Arbeitskulturen sind sich relativ ähnlich. Denn sipgate hat mehr zu bieten als die Vorurteile statischer, deutscher Arbeitskultur. Wir sind lean und agil – mit ganzem Herzen. Aus dem Grund gab es bei unserem Besuch viele Anknüpfungspunkte und allerhand Themen zu besprechen.

Die Octocat im Headquarter

Die Octocat im Headquarter

Eine der größten kulturellen Gemeinsamkeiten ist, dass auch GitHub versucht, sich die Werte und die Mentalität eines Start-Ups zu bewahren, d.h. (teilweise) flache Hierarchien, innovative Produktentwicklung auf Basis des Kundenfeedbacks und ganz einfache Dinge, wie z.B. gemeinsame Mahlzeiten. Im Unterscheid zu uns verzichtet GitHub aber nicht auf bestimmte Karrierestufen, wie Junior, Senior, Manager & Co. Ich hatte den Eindruck, das es unvorstellbar ist, ohne diese Titel zu arbeiten.

Produktentwicklung und Arbeitsorganisation bei GitHub

Im Rahmen der Produktentwicklung und beim Einsatz von Tools in den Bereichen Continious Integration und Continious Development ist unsere Arbeitsweise wiederum sehr ähnlich. GitHub arbeitet mit Roadmaps, Sagas, Epics, User Stories und nutzt unter anderem das SCRUM-Framework. Man setzt auf zweiwöchige Sprints, die Retrospektive und eine gemeinsame Review für die Mitarbeiter. Die 8 bis 15 Personen-Teams werden auch von agilen Coaches unterstützt. Das von uns favorisierte Pairing passiert bei GitHub online und/oder im Büro. Wir haben den Tipp bekommen, uns mal bei pivotal schlau zu machen. Dort gibt es wohl eine coole Lösung wie man auch mit ortsunabhängigen Arbeitsplätzen sinnvoll auf Pairing & Co. setzen kann.

Ein Deployment bei GitHub dauert ca. 20 Minuten. Man deployt bis zu mehrere hundert Mal pro Tag und setzt dabei auf Jenkins und die Cloud (vermutlich GPC). Als wir über unsere sipgate-Infrastruktur erzählt haben, hat unser Gastgeber erstaunt reagiert. Während wir bei sipgate auf Tools zur Automatisierung setzen, um z.B. Services zu orchestrieren/provisionieren, würde man bei GitHub einfach Leute dafür einstellen. Dafür haben wir schon irgendwie „Ruhm“ geerntet.

Eine Produktstrategie, die auf Kundenfeedback basiert

Strategische Entscheidungen werden in San Francisco nicht übers Knie gebrochen, sondern auf Basis von Kundenfeedback priorisiert und in Form einer Roadmap für einen definierten Zeitraum geplant. Man setzt stark auf „User Centered Design“ und baut die Strategie um das Feedback der User herum. Es wird stark auf „Muda“ geschaut, so dass „Waste“ klassifiziert wird und bestenfalls erst gar nicht entsteht. Die oben erwähnten Manager entscheiden über diese Priorisierung und den Verlauf der Veröffentlichung von Features und tragen die Informationen dann in die entsprechenden Teams. Mit über 800 Mitarbeitern (davon laut deren Aussage übrigens ca. 350 Developer) und Büros in der ganzen Welt ist ein anderes strategisches Vorgehen vermutlich auch nicht mehr möglich. Genau hier sehe ich einen interessanten Ansatz für einen Wachstum bei sipgate, den wir in ein paar Jahren selbst „ausprobieren“ könnten.

Interessant fand ich auch, dass GitHub jeden Freitag eine After-Work-Party veranstaltet, zu der man auch Kunden einlädt. Natürlich sind die Mitarbeiter dann an der bürointernen Bar. So entsteht ein entspanntes Setting, bei dem man ins Gespräch kommt und u.U. wertvolles Kundenfeedback generiert. An dieser Bar endete übrigens auch unsere Office-Tour. Vielen Dank Sofie, Carmen und Lizzy, dass wir Euch besuchen durften. Vielleicht sieht man sich bald zu einer Führung durch unser Büro oder auf einem Hackathon bei uns in Düsseldorf?

Gerne könnt ihr sipgate auch bei Twitter oder Instagram folgen. Oft gibt es auf diesen Kanälen mehr Eindrücke und Informationen über unsere Fortbildungen und Reisen.

Auch die privaten Twitter-Kanäle der San Francisco Reisenden möchten wir euch nicht vorenthalten: Christian @chris_dus, Sebastian @bastihumann und Lukas @l00kuss

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11 Kommentare


Carmen Hillebrand:

Hallo liebes Sipgate Blogteam, hallo Christoph. Freut mich, dass es Euch Spaß gemacht hat. Uns auch. Kleine Korrektur: Statt Matthias Schwunk ist kurzfristig Sébastien Philippe eingesprungen. Er ist hier links im Bild zu sehen.

Herzliche Grüße und hoffentlich bis auf ein nächstes Mal

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Christoph:

Hallo Carmen,

danke für deinen Hinweis. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

Viele Grüße

Christoph Bauer

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Carmen Hillebrand:

Danke Dir, Christoph!

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Melli:

Das klingt ja super, höre zum ersten mal von so einer virtuellen Weinprobe. Gibt es so etwas häufiger, kann mir das ziemlich spannend vorstellen. Euch scheint es ja auch gut ergangen zu sein.

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Max:

Absolute Spitzenklasse. Das ist genau der „Stoff“ aus dem innovationen sind. Auch wenn ich die „offline“ Weinprobe bevorzuge, ist das eine fantastische Idee.

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Jakob:

Was es alles gibt. Und das schon vor 2 Jahren. Klingt nach einer spannenden Idee, werde mal schauen, ob und wo so etwas heuer noch angeboten wird.

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Michael:

Das finde ich ja mal eine klasse Idee! Nicht nur für die bequemen Leute, sondern wer hier weiter denkt, der wird vielleicht auch auf die verhindert bzw. behinderten Menschen kommen. Diese können dadurch sicherlich mehr soziale Kontakte knüpfen bzw. einfach mal ohne große Probleme solch eine Weinverkostung genießen! Klasse!

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Uggs Online Te Koop:

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Mert:

Finde die Idee Klasse, und dass schon damals. :)

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Bea:

Crazy! Aber man kann eben nur zusehen! Nicht schmecken und riechen und dies zeigt doch ganz eindeutig, dass die Technik in der Tat noch am Anfang ist!

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Joshi:

Die Idee ist genial – zwar noch in den Kinderschuhen, aber wer weiß was die Zeit bringen wird :-)

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