sipgate, NFON, Telekom und Co.

Der beste SIP Trunk 2026

Acht Anbieter im direkten Vergleich. Wer bindet die eigene Telefonanlage am flexibelsten ans Netz an? Wie viele Kanäle sind wirklich enthalten, und wie leicht lassen sie sich wieder abbestellen?

Definition und Vorteile

Was ist Trunking?

Ein SIP-Trunk ist die Standleitung zwischen einer Telefonanlage und dem öffentlichen Telefonnetz, nur eben nicht aus Kupfer, sondern als reine IP‑Verbindung. Früher hat dafür ein ISDN-Anschluss mit fest verdrahteten Kanälen gesorgt, heute übernimmt ein SIP-Trunk genau diese Aufgabe über das Internet, mit dem Unterschied, dass sich die Zahl der gleichzeitig möglichen Gespräche fast beliebig anpassen lässt, statt an eine feste Hardware-Konfiguration gebunden zu sein.

Der entscheidende Punkt für Unternehmen ist, dass ein SIP-Trunk nicht zwingend eine neue Telefonanlage voraussetzt. Wer bereits eine funktionierende Anlage betreibt, ob als eigene Hardware im Serverraum oder als Software wie 3CX oder STARFACE, kann sie in aller Regel weiterverwenden und lediglich den Anschluss ans Telefonnetz austauschen. Gerade mit der endgültigen ISDN-Abschaltung ist das für viele Unternehmen der eigentliche Anlass, sich mit dem Thema zu beschäftigen, nicht der Wunsch nach einer komplett neuen Lösung.

Damit unterscheidet sich Trunking spürbar von einer kompletten Cloud-Telefonanlage. Eine Cloud-Telefonanlage ersetzt die gesamte Infrastruktur inklusive Nebenstellenverwaltung. Ein SIP-Trunk liefert nur die Anbindung ans Netz und überlässt die eigentliche Anlagenlogik weiterhin der bestehenden Hardware oder Software vor Ort. Wer ohnehin alles neu aufsetzen will, ist mit einer Cloud-Telefonanlage meist besser bedient. Wer eine funktionierende Anlage hat und nur den Netzanschluss modernisieren will, braucht in erster Linie einen guten Trunk.

Trunking mit langer Kompatibilitätsliste

sipgate

sipgate bindet bestehende Telefonanlagen über gestaffelte Pakete ans eigene Netz an und zählt dabei eine der längsten öffentlich dokumentierten Listen unterstützter Systeme im Vergleichsfeld.

Abgerechnet wird nutzungsbasiert statt über starre Flatrates, gebunden ist man nur von Monat zu Monat.

Klare Struktur, feste Mindeslaufzeit

NFON

NFON kombiniert eine Grundgebühr pro Kanal mit sekundengenauer Volumenabrechnung und lässt sich tagesgenau an- und abschalten.

Im Gegenzug bindet sich NFON an eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten, länger als die meisten anderen Anbieter im Feld

Der Carrier im Produktumbau

Magenta Business

Die Telekom löst ihr bisheriges DeutschlandLAN SIP-Trunk gerade durch die Nachfolgelösung CompanyFlex ab und positioniert sie als günstigeren, breiteren Nachfolger.

Wer bereits Telekom-Hardware einsetzt, soll laut Anbieter meist mit einem einfachen Software-Update auskommen.

Günstiger Einstieg pro Kanal

fonial

fonial richtet sich mit seinem Trunk VARIO gezielt an Unternehmen mit überschaubarem Kanalbedarf und einem der günstigsten Einstiegspreise pro Kanal im Vergleichsfeld.

Wer wächst, wechselt in ein Volumenmodell mit Mindestumsatz.

Ohne Mindestvertrag, mit breiter Kompabilität

easybell

easybell verzichtet komplett auf eine Mindestvertragslaufzeit und listet öffentlich über 40 zertifizierte Telefonanlagen.

Das macht den Einstieg risikoarm für alle, die ihren tatsächlichen Kanalbedarf vorab nicht genau kennen.

Die größte Kanal-Spannbreite im Feld

Vodafone Business

Vodafone deckt mit seinem IP-Anlagenanschluss die größte Bandbreite im Vergleichsfeld ab. Das Angebot passt für kleine Teams mit wenigen Kanälen bis zu Großunternehmen mit mehreren Tausend.

Für ältere ISDN-Anlagen gibt es zusätzlich eine eigene Brückenlösung.

Frei skalierbar für Mittelstand und Konzerne

toplink

toplink bewirbt seinen SIP-Trunk als frei skalierbar von wenigen bis zu mehreren hundert Kanälen und bedient damit eine Kundschaft vom Mittelstand bis zum DAX-Konzern.

Konkrete Preise nennt toplink öffentlich nicht, das läuft über den direkten Vertriebskontakt.

Nur im Bundle mit eigenem Anschluss

1&1 Versatel

Einen eigenständigen SIP-Trunk gibt es bei 1&1 Versatel nicht. Das Produkt wird ausschließlich zusammen mit einem DSL- oder Glasfaseranschluss desselben Anbieters verkauft.

Kanalzahl und Tarif werden dafür individuell verhandelt statt in festen Paketen angeboten.